Partnerschaft ThyssenKrupp und Abu Dhabi MAR Group bauen zusammen Schiffe


ThyssenKrupp und die Abu Dhabi MAR Group wollen beim Schiffbau künftig zusammenarbeiten. Der deutsche Konzern und die Schiffbaugruppe mit Sitz in Abu Dhabi unterzeichneten eine Absichtserklärung über eine strategische Partnerschaft.

ThyssenKrupp und die Abu Dhabi MAR Group wollen beim Schiffbau künftig zusammenarbeiten. Der deutsche Konzern und die Schiffbaugruppe mit Sitz in Abu Dhabi unterzeichneten eine Absichtserklärung über eine strategische Partnerschaft, teilte ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) am Donnerstag mit. Für den Überwasserschiffbau solle ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, an dem beide Seiten je zur Hälfte beteiligt sind. Die IG Metall reagierte mit Kritik.

«Die Partnerschaft mit der Abu Dhabi MAR Group stellt ein solides Fundament für die Zukunft der Werft dar», teilte der zuständige Bereichsvorstand der ThyssenKrupp AG, Hans Christoph Atzpodien, mit. Das Unternehmen könne so neue Kunden gewinnen und Beschäftigung am Standort Hamburg sichern. «ThyssenKrupp stärkt damit die Werftaktivitäten in Deutschland.»

ThyssenKrupp Marine Systems behalte eine führende Position und das Know-how bei allen Projekten der Deutschen Marine und der NATO- Partner. Die Abu Dhabi MAR Group werde die Verantwortung für die den mittleren Osten und Nordafrika übernehmen.

Im Megayachten-Geschäft und beispielsweise bei Schiffskomponenten sollen die Araber die Mehrheit halten. Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Aufsichtsgremien sowie unter dem kartellrechtlichen Vorbehalt. Die Gruppe ist international tätig und verfügt den Angaben zufolge über Kapazitäten für den Bau von zivilen Schiffen bis zu einer Länge von 200 Metern sowie für Marineschiffe.

Der Bevollmächtigte der IG Metall Hamburg, Eckard Scholz, beurteilte den Schritt als endgültigen Ausstieg von TKMS aus dem zivilen Schiffbau. «Wir sehen darin eine große Gefahr für die Beschäftigten. Auslastungslücken im militärischen Bereich lassen sich künftig nicht mehr mit zivilen Aufträgen ausgleichen.»

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker