Postbank Übernahme-Spekulationen treiben Aktien in die Höhe


Neue Spekulationen über eine baldige Komplettübernahme durch die Deutsche Bank haben die Aktien der Postbank in die Höhe getrieben. Das Papier kletterte am Mittwoch um zeitweise bis zu 5,5 Prozent auf über 25 Euro.

Neue Spekulationen über eine baldige Komplettübernahme durch die Deutsche Bank haben die Aktien der Postbank in die Höhe getrieben. Das Papier kletterte am Mittwoch um zeitweise bis zu 5,5 Prozent auf über 25 Euro. Auslöser war ein Medienbericht über eine bevorstehende Zusammenlegung der IT der beiden Konzerne. Das "Handelsblatt" hatte geschrieben, die beiden Häuser arbeiteten mit Hochdruck am Aufbau einer gemeinsamen IT-Infrastruktur. Deutsche-Bank-Privatkundenvorstand Rainer Neske solle dafür ein Budget von rund 300 Millionen Euro zur Verfügung haben. Deutsche Bank und Postbank lehnten eine Stellungnahme ab.

Händler sagten, eine IT-Zusammenlegung werde als Vorbereitung auf eine möglicherweise bevorstehende Vollübernahme gesehen. Die Deutsche Bank hält an der Postbank knapp 30 Prozent und hat die Option, ab Februar 2012 die Mehrheit zu übernehmen. Um die vergleichsweise schwach kapitalisierte Postbank mit ihren rund 14 Millionen Privatkunden dann zu konsolidieren, braucht die Deutsche Bank voraussichtlich eine Kapitalerhöhung, da ihr vorhandenes Eigenkapital nicht ausreicht.

Analyst Olaf Kayser von der LBBW rechnet mit einer Aufstockung des Kapitals um zwei bis drei Milliarden Euro. Eine kurz bevorstehende Mehrheitsübernahme erwartet Kayser aber nicht. "Ich gehe davon aus, dass das Ende des Jahres passiert, die Postbank muss erst noch Risiken abbauen. Vorher wird es auch keine Kapitalerhöhung geben, weil das die Spekulationen unnötig anheizen würde", erklärte der Experte.

Reuters Reuters

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