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Prognose für 2011: Deutsche Bank peilt mächtigen Gewinnsprung an

Nach dem Gewinneinbruch 2010 setzt sich die Deutsche Bank in diesem Jahr höchst ehrgeizige Ziele: 10 Milliarden Euro wollen die Damen und Herren um Vorstandschef Josef Ackermann verdienen. Die Börse freut es.

Milliardeninvestitionen haben den Gewinn der Deutschen Bank 2010 empfindlich zusammenschmelzen lassen. Nach Steuern standen rund 2,3 (Vorjahr: 5,0) Milliarden Euro in den Büchern der größten deutschen Bank. Der Frankfurter Dax-Konzern, der operativ bestens dasteht, begründete den Gewinneinbruch zur Bilanzvorlage am Donnerstag unter anderem mit Kosten für die Integration von Postbank und Sal. Oppenheim sowie den Umbau des Investmentbankings.

An seinem ehrgeizigen, von vielen Experten angezweifelten Gewinnziel für 2011 hält der Konzern dennoch fest. Demnach soll der operative Gewinn vor Steuern im laufenden Jahr auf 10 Milliarden Euro steigen. 2010 legte er von 5,2 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro zu. Inklusive der Abschreibungen und anderen Sonderposten für den Konzernumbau sank der Vorsteuergewinn auf 4,0 Milliarden Euro. Dies war seit Montagabend bekannt, nachdem die Deutsche Bank Eckdaten für das vierte Quartal veröffentlicht hatte.

Konzernchef Josef Ackermann frohlockte in einer Mitteilung, die Bank habe erneut die Ertragskraft ihres Kerngeschäfts bewiesen - allein das vierte Quartal brachte Rekorderträge von 7,4 Milliarden Euro. Trotz "verbleibender Risiken und Unwägbarkeiten hinsichtlich des wirtschaftlichen Umfelds" ist er zuversichtlich, die "ehrgeizigen Ergebnisziele zu erreichen". Die Börsianer nehmen es ihm ab: Die Aktie der Deutschen Bank stieg am Donnerstag deutlich.

ben/DPA / DPA