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Quartalszahlen: Daimler startet mit neuen Automodellen durch

Noch vor einem Jahr hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche vor Verlusten gewarnt. Doch zum Jahresauftakt verkündet der Autobauer einen saftigen Gewinnsprung. Neue Modelle kurbeln das Geschäft an.

Gute Aussichten für Daimler: Die Aufholjagd in China und der Erfolg neuer Automodelle schieben den Gewinn an. Dank eines Absatzrekordes erzielte der Autobauer in den ersten drei Monaten im laufenden Geschäft ein operatives Ergebnis (Ebit) von 2,07 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mitteilte.

Das war mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresquartal und mehr als am Markt erwartet. Vor einem Jahr war der Gewinn allerdings wegen der Krise am europäischen Markt und der Schwäche der Pkw-Tochter Mercedes in China auf die Hälfte eingebrochen.

Inzwischen haben die Schwaben zahlreiche neue Modelle der Marke mit dem Stern auf den Markt gebracht. Damit holen sie in China auf, nachdem sie auf dem weltgrößten Automarkt weit hinter die Rivalen Audi und BMW zurückgefallen waren. "Unsere Strategie geht auf, unsere Investitionen tragen Früchte", erklärte Vorstandschef Dieter Zetsche.

Rolls Royce belastet den Gewinn

Am Aktienmarkt kamen die Quartalszahlen gut an, die Aktie war vorbörslich größter Gewinner im Dax. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einer Verdoppelung des operativen bereinigten Gewinns auf 1,9 Milliarden Euro gerechnet. Auch der Umsatz stieg stärker als geschätzt: Er erhöhte sich um 13 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro - die Analysten hatten im Schnitt ein Plus von 8,7 Prozent vorhergesagt. Das Konzernergebnis verdoppelte sich fast auf 1,09 Milliarden Euro.

Neben der Euro-Stärke belasteten Sonderfaktoren von rund 280 Millionen Euro den Gewinn. Das lag an einem Absicherungsgeschäft für die vierprozentige Beteiligung Daimlers am US-Elektroautopionier Tesla und der niedrigeren Bewertung der Beteiligung am Motorenhersteller Rolls-Royce Power Systems. Da Daimler den Rolls-Royce-Anteil aber in diesem Jahr verkaufen wird und ab dem zweiten Quartal der Tesla-Anteil anders bewertet wird, rechnet der Konzern von diesen beiden Posten mit einem Zusatzgewinn von 1,7 Milliarden Euro in diesem Jahr.

Der Konzern bekräftigte seine Ziele für das laufende Jahr: Absatz und Umsatz sollen deutlich gegenüber dem Vorjahr steigen, als die Schwaben mit 2,35 Millionen Fahrzeugen knapp 118 Milliarden Euro erlösten. Das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft soll in den beiden größten Sparten Pkw und Lkw deutlich über Vorjahresniveau liegen.

kis/Reuters / Reuters