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ROHSTOFFE: OPEC-Öl erneut billiger

Trotz angekündigter Förderkürzungen des Kartells, greift die Drosselung nicht, da Ölstaaten außerhalb der OPEC fröhlich weiterfördern.

Öl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist erneut billiger geworden, obwohl das Kartell Förderkürzungen von weltweit zwei Millionen Barrel (je 159 Liter) am Tag durchsetzen will. Ein Barrel OPEC-Öl hatte donnerstags 17,71 Dollar (Vortag: 17,80 $) gekostet, berichtete das Sekretariat des Kartells in Wien. Die elf OPEC-Länder streben einen Richtpreis von deutlich über 20 Dollar an.

Konfernez ziellos

Die OPEC-Erdölminister treffen sich am nächsten Freitag in Kairo zu einer Sonderkonferenz, um über die Fördermengen und Preise zu beraten. Analysten bezeichneten das Konferenzergebnis als völlig offen, berichtete die OPEC-Nachrichtenagentur OPECNA am Freitag in der österreichischen Hauptstadt. Am Vortag hatte die OPEC-Zentrale noch einmal an die Ölstaaten außerhalb des Kartells appelliert, ihre Förderungen um wenigstens 500.000 Barrel am Tag zu reduzieren.

Jemen erhöht Menge

Die OPEC will ihre eigene aktuelle Produktion von 23,5 Millionen Barrel am Tag ab Januar um 1,5 Millionen zurückfahren, sollten auch andere Ölländer diesem Beispiel folgen. Bisher hatten Russland, Norwegen, Mexiko und der Oman eine Drosselung von täglich insgesamt 440.000 Barrel in Aussicht gestellt. Auf der anderen Seite hatte der Jemen Anfang Dezember angekündigt, ab Januar seine Förderung um 100.000 Barrel auf dann 550.000 Barrel zu erhöhen.

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