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Irrer Waschmaschinen-Streit: Sabotiert ein LG-Manager hier ein Samsung-Gerät?

Auf der Technikmesse IFA in Berlin soll ein LG-Manager Waschmaschinen des Konkurrenten Samsung beschädigt haben. Samsung hat Klage eingereicht, LG kontert nun mit einem Video.

Ein bizarrer Waschmaschinen-Streit beschäftigt seit Monaten die beiden südkoreanischen Konkurrenten Samsung und LG. Samsung wirft mehreren hochrangigen LG-Mitarbeitern vor, auf der Technikmesse IFA in Berlin mehrere Samsung-Geräte beschädigt zu haben. Unter den Beschuldigten ist auch der Chef der Haushaltsgeräte-Sparte, Jo Seong-Jin.

Die LG-Leute sollen Türscharniere von Samsung-Waschmaschinen und -Kühlschränken zerstört haben. Jo Seong-Jin erklärte dagegen, er habe die Geräte nur testen wollen. Dabei seien ihm Mängel bei der Verarbeitung aufgefallen. hat LG wegen Sachbeschädigung und Verleumdung verklagt.

Nun gehen die Beschuldigten in die Gegenoffensive. LG veröffentlichte auf Youtube ein Video, das den Fall von angeblichem Vandalismus zeigen soll. Zu sehen ist, wie die LG-Delegation auf der Messe die Konkurrenzgeräte begutachtet. Dabei wird auch ordentlich angepackt und gerüttelt. Insbesondere die Scharniere einer Frontloader-Waschmaschine müssen einiges aushalten.

Ganz normale Belastungstests

Im Zuge der Veröffentlichung des Videos entschuldigte sich LG zwar für die "unnötige Kontroverse", beharrt aber darauf, dass es sich um ganz normale Belastungstests gehandelt habe. Die Ausschnitte aus dem Überwachungsvideo von der garniert LG mit allerlei erklärenden Szenen aus anderen Belastungstests - unter anderem mit einem Jungen, der auf einer Waschmaschinentür wippt.

Der Waschmaschinen-Krieg der verfeindeten Firmen dürfte noch längst nicht ausgestanden sein. Samsung erklärte laut dem Portal Cnet.com, das von LG veröffentlichte Video sei willkürlich bearbeitet. Das vollständige Video dagegen begründe den Verdacht der vorsätzlichen Beschädigung.

bak