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Auktion: Die traurigste Shopping-Mall Schottlands wird versteigert - ab einem Pfund

In Schottland wird die einst stolze Shopping-Mall "The Postings" versteigert. Der mickrige Mindestpreis: ein Pfund. Ein lukratives Schnäppchen ist das Angebot aber wohl nicht.

Einst für stolze 4,25 Millionen Pfund gebaut, steh das Shopping Center "The Postings" heute weitgehend leer

Einst für stolze 4,25 Millionen Pfund gebaut, steh das Shopping Center "The Postings" heute weitgehend leer

Shopping Malls sind der natürliche Lebensraum für Schnäppchenjäger aller Art. In Schottland aber wird nun ein ganzes Einkaufscenter selbst zum Restposten. Das einst stolze Shopping Center "The Postings" im Hafenstädtchen Kirkcaldy wird wegen wirtschaftlichen Misserfolgs bei einer Auktion verramscht. Der mickrige Startpreis: ein britisches Pfund.

Der Niedergang des stationären Einzelhandels in Zeiten des Onlineshopping ist ein großes Thema in Großbritannien, da erregt der Discountpreis für das einstige Discountparadies in Kirkcaldy großes Aufsehen. Für 4,25 Millionen Pfund sei das 1981 eröffnete Shopping Center "The Postings" einst gebaut worden, berichtet der "Guardian". Über jede Ladeneröffnung wurde damals in den lokalen Nachrichten berichtet, zur Eröffnung einer Supermarkt-Filiale in der Mall gab sich Sängerin und 80er-Jahre TV-Star Isla St Clair die Ehre.

Heute stehen 13 der 21 Ladenzeilen in dem 7500 Quadratmeter großen Komplex leer. Der Eigentümer, die Investmentgesellschaft Columbia Threadneedle, hat sich daher zum Verkauf entschieden und das Objekt zum Mindestpreis von einem Pfund beim Auktionator Allsop listen lassen.

Ladenmieten decken kaum die Kosten

Fraglich ist, wer sich das vor sich hin siechende Shoppingcenter ans Bein binden will. Denn die derzeitigen jährlichen Einnahmen durch die Ladenmieten von etwa 150.000 Pfund dürften kaum die laufenden Kosten decken, schreibt der "Guardian". Ein schwerer Schlag war 2015 der Auszug der Supermarktette Tesco. Der einzige verbliebene lukrative Mieter ist die Stadt, die das zugehörige Parkhaus für 70.000 Pfund im Jahr gemietet hat.

Die "Times" sieht in der Ramschauktion ein Sinnbild dafür, dass viele Einkaufscenter mittlerweile obsolet sind. Der Verkäufer Columbia Threadneedle zeigt sich dagegen optimistisch, dass am Ende doch etwas mehr herumkommt als der Preis eines Parktickets. "Der Mindestpreis von 1 Pfund generiert erhebliche Aufmerksamkeit und wir erwarten, bei der Auktion einen ansehnlichen Betrag zu erlösen", erklärt das Unternehmen in einem Statement im Guardian.

Quellen: Guardian / The Times / Auktionsangebot 

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bak
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.