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Sicherheit für 128.000 Mitarbeiter Siemens beschließt unbefristeten Beschäftigungspakt


Der Technologiekonzern möchte offenbar seine Angestellten halten: Siemens will mit 128.000 Mitarbeitern einen Beschäftigungspakt schließen, Kündigungen sind dann nur noch mit Zustimmung des Betriebsrats möglich. Das schafft beamtenähnliche Arbeitsverhältnisse.

Der Technologiekonzern Siemens schließt nach Informationen der "Welt" mit seiner inländischen Belegschaft einen unbefristeten Beschäftigungspakt. Damit seien 128.000 Beschäftigte vor Entlassungen geschützt. Kernpunkt sei, dass nur mit Zustimmung des Betriebsrats betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden könnten. Eine Vereinbarung darüber wollten Vorstand, Gesamtbetriebsrat und IG Metall an diesem Mittwoch am Rande einer Aufsichtsratssitzung unterzeichnen.

Siemens wollte sich vor dem Hintergrund der Sitzung nicht zu dem Bericht äußern. Aus dem Umfeld des Unternehmens verlautete, dass es im Laufe des Tages eine offizielle Verlautbarung geben werde.

Pakt gilt für fast alle Tochterfirmen

Der Pakt löst eine vergleichbare Vereinbarung aus dem Sommer 2008 ab, die auf zwei Jahre befristet war. Damals ging es darum, ein milliardenschweres Einsparprogramm samt Abbau tausender Arbeitsplätze in Vertrieb und Verwaltung abzufedern. Zu den Eckpunkten der Vereinbarungen gehörten der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und eine auf bis zu zwei Jahre angelegte Beschäftigungsgesellschaft.

Dass der neue Pakt nun unbefristet laufen soll, wird der "Welt" zufolge bei Betriebsrat und Gewerkschaft als Zugeständnis von Siemens gesehen, nachdem die Beschäftigten in der Wirtschaftskrise unter anderem durch Kurzarbeit Verzicht geübt hätten.

Die unbefristete Vereinbarung gilt nach Informationen der "Welt" auch für alle Siemens-Tochtergesellschaften in Deutschland, mit Ausnahme der angeschlagenen IT-Sparte SIS. Siemens beschäftigt den Angaben zufolge in 190 Ländern insgesamt weltweit rund 400.000 Mitarbeiter, davon in Deutschland 128.000.

swd/DPA DPA

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