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Das Geschäftsmodell Spotify: So wenig verdienen Musiker an Streaming-Diensten

Ein Monatsabo beim Streaming-Dienst Spotify kostet rund zehn Euro, doch bei den Musikern kommt kaum Kohle an. Allerdings verdient auch Spotify nicht das große Geld. Wer profitiert von dem Angebot?

Von Katharina Grimm

Nur rund elf Prozent eines Spotify-Abos über 9,99 Euro kommen bei den Musikern an. Den Großteil streichen die Plattenlabels ein.

Nur rund elf Prozent eines Spotify-Abos über 9,99 Euro kommen bei den Musikern an. Den Großteil streichen die Plattenlabels ein.

Für 9,99 Euro im Monat Musik hören - wo und wann man will. Ob Klassik oder Old School Hip-Hop, ob Hardrock oder Schlager: Streaming-Dienste sind unglaublich praktisch. Aber bei wem landen diese knapp zehn Euro eigentlich genau? Wer verdient an dieser noch relativ jungen Einnahmequelle der Musikbranche?

Um das aufzuschlüsseln, beauftragte die französische Musikindustrie Syndicat National de l'Édition Phonographique (SNEP) die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young. Das Ergebnis ist erschreckend - zumindest aus Sicht der Musiker.

Gerade einmal 68 Cent pro Monatsabo bekommen Musiker. Doch auch Spotify selbst ist nicht der Großverdiener dieses Geschäftsmodells: Nur rund 21 Prozent der 9,99 Euro landen beim Streaming-Dienst, also 2,08 Euro. Der Großteil der Abo-Einnahmen, nämlich 73 Prozent oder 6,24 Euro, wird an die Plattenlabels ausgeschüttet. Nach Abzügen - rund ein Euro an die Texter und Songwriter und die Abgabe an die Musiker, bleibt der Musikindustrie einen Anteil von 46 Prozent des monatlichen Abobetrags, also 4,56 Euro.

Major-Label als Auftraggeber der Studie

Die französische Musikindustrie argumentiert allerdings, dass nur fünf Prozent ihres Anteils überhaupt als Gewinn übrig bleibe, da sie Ausgaben für Studios, Tontechniker, Marketing und Vertrieb hätten. Die 68 Cent der Musiker seien allerdings Reingewinn, so die SNEP, zu der Labels wie Universal Music, Sony Music und Warner Music gehören. Dass auch Musiker Ausgaben, beispielsweise für Instrumente oder die Anmietung eines Proberaums haben und häufig als Freiberuflicher ihre Sozialleistungen allein finanzieren müssen, sagt die Musikindustrie nicht.

Böses Streaming...

Streaming-Dienste sind bei den Künstlern umstritten. Bekannte Pop-Ikonen, wie Taylor Swift, aber auch Farin Urlaub oder Herbert Grönemeyer haben Spotify bereits verlassen. Sie empfinden die minimale Bezahlung als Ausbeutung.

Spotify hält dagegen: Zwischen 0,6 und 0,84 US-Cent würden pro Stream bei den Rechteinhabern landen. Eine klägliche Entlohnung, doch bei millionenfachem Abruf würden Hits bis zu 425.000 US-Dollar einbringen. Wer nicht gerade ein populärer Chart-Stürmer ist, hat allerdings schlechte Karten.

Bislang steckt das Streaming-Angebot in Deustchland noch in den Kinderschuhen. Laut einer Umfrage von deals.com nutzen gerade einmal zwölf Prozent der Befragten kostenpflichtige Streaming-Angebote. Im Vergleich dazu: Rund 73 Prozent gaben an, regelmäßig Radio zu hören.

... gutes Streaming

Doch nicht alle Akteure verteufeln Streaming-Dienste, die seit Jahren wachsen. Denn sie haben auch ihr Gutes: Eine aktuelle Studie für die norwegische Musikindustrie zeigt, dass vor allem Menschen, die sich vorher ihre Musik durch illegale Downloads besorgt haben, nun Streaming-User sind. 2009 gaben in Norwegen noch rund 80 Prozent der unter 30-Jährigen an, Musik illegal herunterzuladen - heute sind es nur noch vier Prozent.

Damit bieten Streaming-Portale eine weitere, wenn auch bislang eher kleine Einnahmequelle. Laut Kobalt Music Publishing, die rund 6000 Künstler wie Maroon 5 und Lenny Kravitz vertreten, haben ihre Künstler im ersten Quartal 2014 mehr Geld durch Spotify verdient als über Apple iTunes. Auch andere Künstler werben inzwischen für die Streaming-Angebote. Musiker sollten ihre alten Verträge mit den Plattenlabels neu verhandeln, schreibt beispielsweise der britische Künstler Billy Bragg auf seiner Facebook-Seite. So können sie von dem Boom der Dienste auch finanziell profitieren.

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Trick 3: Schnelleres Laden  Die meisten Apple-Fans besitzen mehr als ein Gerät aus Cupertino. Falls Sie also neben dem iPhone auch ein iPad Ihr Eigen nennen, gibt es eine besonders schnelle Lademethode: Nutzen Sie statt des iPhone-Netzteils das des iPads. Dank der höheren Stromstärke lädt das iPhone deutlich schneller. Die aktuelle Generation lässt sich mit einem Mac-Netzteil und passendem Adapter sogar noch schneller laden. Uneingeschränkt ist das aber leider nicht zu empfehlen: Der Akku leidet auf Dauer und hält mit der Zeit kürzer durch.

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