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Statistik: Bestätigt: Bruttoinlandsprodukt ist geschrumpft

Das Statistische Bundesamt hat seine vorläufigen Berechnungen von vergangener Woche bestätigt: Deutschlands Wirtschaftsleistung im ersten Vierteljahr ist im Vergleich mit dem Vorquartal um 0,2 Prozent gesunken.

Die deutsche Wirtschaft ist Anfang dieses Jahres vor allem wegen eines starken Anstiegs der Importe und rückläufiger Bauinvestitionen geschrumpft.

Die Importe seien zum Schlussquartal 2002 real um 1,9 Prozent gestiegen, während die Exporte lediglich um 0,7 Prozent zugelegt hätten, teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit habe der Außenbeitrag das Wachstum im Quartalsvergleich um 0,4 Prozentpunkte gebremst. Die Bauinvestitionen sanken zum vierten Quartal um 3,3 Prozent. Die gesamten Bruttoanlageinvestitionen gingen um 1,7 Prozent zurück und reduzierten das Wachstum um 0,3 Prozentpunkte.

Vorläufige Berechnungen bestätigt

Die Statistiker bestätigten ihre vorläufigen Berechnungen von vergangener Woche, nach denen die Wirtschaftsleistung im ersten Vierteljahr zum Vorquartal um 0,2 Prozent gesunken und gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent gestiegen ist. Die Ausrüstungsinvestitionen stiegen im ersten Quartal unter Herausrechnung der Inflation (real) um 0,3 Prozent. Der Privatkonsum legte um 0,6 Prozent zu, der Staatskonsum um 0,1 Prozent. Die gesamte inländische Verwendung stieg damit zum Vorquartal um 0,1 Prozent.

Böse Überraschung

Volkswirte hatten mit Spannung auf die Veröffentlichung der Details zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) gewartet, da die meisten in der vergangenen Woche von dem Rückgang völlig überrascht worden waren. Auf Grund relativ guter Daten aus dem Verarbeitenden Gewerbe hatte die Mehrheit der Experten mit einem BIP-Anstieg gerechnet. Viele Analysten befürchten nun, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr überhaupt nicht wachsen wird.

DPA