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Stellenabbau: Mercedes will mehr als 8000 Stellen streichen

DaimlerChrysler will bei seiner Mercedes-Gruppe offenbar mehr Stellen abbauen als bisher angenommen. Dabei soll auf eine Klausel der Standortsicherung zurück gegriffen werden.

Bei Mercedes sollen in Deutschland Presseberichten zufolge mehr als 8000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Bislang war von 5000 Stellen die Rede gewesen, die bei der Mercedes-Gruppe in Sindelfingen und Bremen wegfallen sollten. Die "Stuttgarter Nachrichten" berichten, der DaimlerChrysler-Konzern wolle wohl auf eine Klausel der im Juli 2004 abgeschlossenen Standortsicherung zurückgreifen, laut der weiteren 3800 Mitarbeitern Altersteilzeitverträge angeboten werden können.

Die "Bild"-Zeitung beziffert den erwarteten Abbau auf 8600 Stellen. Der überwiegende Teil davon entfalle auf die Stammwerke Sindelfingen und Untertürkheim, heißt es unter Berufung auf Unternehmenskreise. Außerdem sollten 1400 weitere Mitarbeiter ihren gewohnten Stamm-Arbeitsplatz aufgeben, um künftig als eine Art "Job- Feuerwehr" je nach Auftragslage in anderen Werken eingesetzt zu werden. Interne Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss.

Konzernchef trifft sich mit Führungskräften

Die "Welt" berichtet, der künftige DaimlerChrysler-Konzernchef Dieter Zetsche wolle sich am Donnerstag im Werk Sindelfingen mit Führungskräften treffen, um Details der Abbau-Pläne zu besprechen. Zetsche leitet bis auf weiteres die wichtigste Tochter Mercedes Car Group und übernimmt am 1. Januar die Konzernführung. Die Manager sollten ihm sagen, wie viele Stellen in ihren Bereichen sozialverträglich abgebaut werden könnten.

DPA/DPA

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