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Stiftung: Gates spendet gegen Aids

Der reichste Mann der Welt, Microsoft-Gründer Bill Gates, unterstützt den Kampf gegen Aids. Um die Immunschwächekrankheit zu erforschen und zu bekämpfen, hat er eine enorme Summe Geld gespendet.

Microsoft-Gründer Bill Gates hat 287 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt, um die Suche nach einem Impfstoff gegen die Immunschwächekrankheit Aids voranzutreiben. Mit dem Geld sollen weltweit 16 Forschungseinrichtungen gefördert und vernetzt werden, teilte die von Gates und seiner Frau Melinda geführte Stiftung am Mittwoch mit. Ziel sei es, sowohl innovative Ideen einzelner Einrichtungen als auch die Zusammenarbeit bisheriger Rivalen in der Forschung zu unterstützen.

Die Labore bekommen von der Bill & Melinda Gates Foundation unterschiedliche Beträge zur Verfügung gestellt. Damit sollen sie Projekte wie die Suche nach geeigneten Antikörpern in der Natur, die Verwendung künstlich hergestellter Moleküle zum Auslösen einer Immunreaktion oder die Nutzung pockenähnlicher Viren für einen Impfstoff vorantreiben. Das Recht zur kommerziellen Nutzung der Ergebnisse bleibt bei den Forschern, die jedoch zur kostenlosen Abgabe eines möglichen Impfstoffs an Patienten in Entwicklungsländern verpflichtet werden.

Die Ärmsten stehen im Mittelpunkt

Die Nationale Aids-Kommission von Ruanda gab am Mittwoch eine Gates-Spende von 900.000 Dollar zum Aufbau eines Zentrums bekannt, in dem Gesundheitspersonal aus fünf Staaten in der Region der Großen Seen im Umgang mit Aids geschult werden soll.

Das 1981 erstmals beschriebene HI-Virus hat bislang fast 40 Millionen Menschen infiziert, davon 25 Millionen in den südlich der Sahara gelegenen Staaten Afrikas. Obwohl derzeit mehr als 30 Impfstoffe gegen die tödliche Krankheit erprobt werden, rechnen Forscher nicht mit einem baldigen Durchbruch. Allenfalls hoffen sie, die Infektion bei einigen Menschen zu verlangsamen oder ihre Auswirkungen abzuschwächen.

Die Stiftung von Bill Gates, der als reichster Mann der Welt gilt, hat die Bekämpfung von Krankheiten in Entwicklungsländern zu einem ihrer Hauptziele erklärt.

Reuters / Reuters