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TARIFKONFLIKT: Warnstreiks auf dem Bau

Tarifstreit: Das Baugewerbe hat mit Warnstreiks begonnen. Außerdem kommt es bei Banken, Versicherungen und der Post zu vorübergehenden Arbeitsniederlegungen.

Nach den gescheiterten Schlichtungsverhandlungen am Bau sind bundesweit die ersten Bauarbeiter in Warnstreiks getreten. Auch bei der Post wurden die seit Tagen andauernden Warnstreiks fortgesetzt. Außerdem kam es bei Banken und Versicherungen zu Protestaktionen und Arbeitsniederlegungen.

5000 Streikende in Berlin

In Berlin legten rund 5000 Beschäftigte auf mehr als 50 Baustellen vorübergehend die Arbeit nieder. Auch in Oberbayern, Mecklenburg- Vorpommern und Großbaustellen in Hannover und Göttingen startete die IG BAU Aktionen. Damit will die Gewerkschaft im laufenden Tarifkonflikt ihre Forderung nach 4,5 Prozent mehr Geld untermauern. Am Montag beginnt die Urabstimmung über den ersten flächendeckenden Streik am Bau in der Nachkriegszeit. Die Arbeitgeber haben bislang Erhöhungen in zwei Schritten von 3,0 und 2,1 Prozent angeboten.

»Strikte Verweigerungshaltung der Arbeitgeber«

Beschäftigte von Banken und Versicherungen in Baden-Württemberg legten am Morgen in Stuttgart und Karlsruhe die Arbeit nieder. Sie protestierten damit gegen die »strikte Verweigerungshaltung der Arbeitgeber« bei den Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft ver.di fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt.

In NRW werden Briefe wieder verteilt

In Hamburg und Umgebung müssen sich Postkunden am Freitag teilweise auf eingeschränkten Service einstellen. Einzelnen Filialen der Post sollen den ganzen Tag geschlossen bleiben, berichtete ver.di. Unterdessen wurde die Arbeit in 15 Briefverteilzentren in Nordrhein-Westfalen wieder aufgenommen. Dort hatten 3.000 Beschäftigte der Spät- und Nachtschicht dafür gesorgt, dass rund 11 Millionen Briefe liegen blieben.

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