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Tarifverhandlungen: Bahn zeigt sich zu Zugeständnissen bereit

Der erste Warnstreik scheint Wirkung gezeigt zu haben: Die Deutsche Bahn will in den Tarifverhandlungen ein besseres Angebot vorlegen. Sie sei zu "weitreichenden Zugeständnissen" bereit, hieß es. Am Morgen hatten Bahnmitarbeiter bei Warnstreiks den Zugverkehr teilweise lahmgelegt.

Die Bahn will laut Zeitungsbericht den Gewerkschaften ein neues Angebot mit "weitreichenden Zugeständnissen" machen. "Wir werden in diesem Angebot auf alle Forderungen der Gewerkschaften eingehen", sagte Bahn-Personalvorstand Norbert Hansen der Zeitung "Die Welt". Einen Teil werde die Bahn voll erfüllen, andere zum Teil. Der Zeitung zufolge wollen sich die Arbeitgeber sowohl beim Thema Arbeitszeit als auch bei den Lohnforderungen bewegen.

Am Freitag gehen die Tarifverhandlungen in Frankfurt am Main in die nächste Runde. Zu den Lohnforderungen sagte Hansen, der früher als Transnet-Chef für die Gewerkschaften verhandelt hatte: "Wir können da noch etwas drauflegen, aber der Spielraum ist dabei nicht mehr sehr groß." Die Gewerkschaften müssten entscheiden, wie die Gewichtung zwischen Arbeitszeitverbesserungen und Lohnzuschlägen sein solle.

"Die Arbeitsgruppen der Arbeitgeber- und -nehmer haben bereits in einigen Punkten Übereinstimmungen erreicht. Nach unserem neuen Angebot sehe ich keinen Anlass mehr für weitere Warnstreiks", sagte Hansen. Am Donnerstag waren rund 400 Bahnmitarbeiter dem Aufruf der Gewerkschaften Transnet und GDBA zu Warnstreiks gefolgt.

AP / AP
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