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Peinliche Sparmaßnahme : Toblerone spart an den Ecken - Fans sind entsetzt

Schoko-Shitstorm: Weil die Zutaten teurer geworden sind, verkleinert Toblerone in England seine Tafeln. Das Ergebnis sieht aus wie eine ganz schlechte Fälschung der Original-Schokolade.

Toblerone

Die neue Toblerone hat mehr Lücken als Ecken, besonders deutlich zu sehen in der 150-Gramm-Version

Zugegeben, richtig praktisch waren die markanten Ecken der Toblerone-Schokolade eigentlich nie. Dennoch war es vor allem die einzigartige Form, die die Schweizer Schokolade zum Kultprodukt werden ließ. Umso unverständlicher ist das Redesign, das sich der US-amerikanische Toblerone-Mutterkonzern Mondelez International nun für den britischen Markt ausgedacht hat.

Um weniger Inhalt bei gleicher Packungsgröße zu verkaufen, hat Toblerone einfach ein paar Ecken weggelassen. Die 400-Gramm-Packung schrumpfte auf 360 Gramm und die 170-Gramm-Packung auf 150 Gramm.

Das Ergebnis sieht aus, als hätte jemand versucht, das charakteristische Toblerone-Design nachzuahmen - und wäre dabei jämmerlich gescheitert. Denn zwischen den spitzen Schoko-Ecken befinden sich unvorteilhaft große Lücken, die ursprüngliche Toblerone-Topographie ist dahin. 

Toblerone

Die 360-Gramm-Toblerone sieht nicht ganz so jämmerlich aus, aber auch hier sind die Täler breiter geworden

Toblerone-Fans laufen Sturm

Die britischen Toblerone-Fans sind entsetzt ob des missglückten Designs. "Hi Toblerone, ich bin einer eurer größten Fans und liebe eure Schokolade, aber ich habe vorhin die 150-Gramm-Toblerone gekauft und bin wütend, enttäuscht und erschüttert", schreibt ein Kunde auf der Toblerone-Facebookseite.

Ein anderer ätzt, er habe erstmal überprüfen müssen, dass er nicht auf ein billiges Schwarzmarktprodukt hereingefallen sei. In diesem Ton ist die ganze Facebookseite voll. Die Kommentare reichen von  "Schande" bis zur "dümmsten Unternehmensentscheidung aller Zeiten".

Toblerone begründet die Schrumpfmaßnahme mit gestiegenen Kosten für verschiedene Zutaten. Man habe vor der Wahl gestanden, den Preis zu erhöhen oder den Inhalt zu reduzieren. Natürlich hätte man auch einfach die Packung kleiner machen und die Lücken zwischen den Dreiecken gleich lassen können.

Das Unternehmen betonte laut BBC, der Schritt sei "keine Folge des Brexits". Der Verdacht liegt allerdings nahe. Andere Nahrungsmittelhersteller hatten ihre Preiserhöhungen nach dem Brexit-Votum mit dem gefallenen Wert des britischen Pfunds begründet.

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