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Plötzlicher Tod eines Achtjährigen: Vater appelliert nach Tod seines Kindes an alle Eltern: "Arbeitet nicht zu lange"

Sein Sohn starb im Schlaf, während er noch lange arbeitete. Ein Start-Up-Gründer aus Portland ruft aus bitterer Erfahrung alle Eltern dazu auf, weniger Zeit auf der Arbeit und mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen.

Vater mit Kind

Die Zeit mit den eigenen Kindern ist begrenzt – das merken viele leider erst zu spät (Symbolbild)

Getty Images

J.R. Storment hatte sich einen Namen als erfolgreicher und fleißiger Unternehmensgründer gemacht. Dorthin hatte ihn wohl auch sein großer Arbeitseifer gebracht, auf den sich Storment viel zugute hielt: Gerne prahlte er damit, in den vergangenen acht Jahren nie mehr als eine Woche Urlaub am Stück gehabt zu haben. Dann erhielt er kürzlich während einer Telefonkonferenz die Nachricht, dass sein achtjähriger Sohn plötzlich gestorben sei. 

Der Tod seines Sohnes veränderte nicht nur das Leben von J.R. Storment, sondern auch seinen Blick auf die Arbeit. In einem Essay für das Karriere-Portal "LinkedIn" berichtet er, wie sich sein Verständnis von Arbeit und Privatleben seitdem gewandelt hat und ruft alle Eltern – vor allem die Väter – dazu auf, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen: "Umarmt eure Kinder und arbeitet nicht zu lange."

Achtjähriger starb plötzlich im Schlaf

Er selbst, das weiß Storment jetzt, hat zu lange nicht nach dieser Devise gelebt – bis es zu spät war. "Es ist später als du denkst", lautet deshalb auch der doppeldeutige Titel seines Texts. Sein Sohn Whiley litt an einer leichten Form von Epilepsie und starb vor drei Wochen unerwartet im Schlaf. An jenem Morgen habe er das Haus um fünf Uhr verlassen, ohne noch einmal nach seinen Söhnen zu sehen, berichtet Storment – ein Versäumnis, das er heute bitter bereut. Seitdem hat sich der US-Amerikaner aus Portland bis auf Weiteres aus dem Berufsleben zurückgezogen.

In dem emotionalen Text appelliert Storment an Eltern, die ähnlich viel arbeiten wie er, sich Gedanken über ihre Prioritäten zu machen: "Ich nehme an, in euren Kalendern stehen viele Einzelgespräche mit Menschen, mit denen ihr arbeitet. Nehmt ihr euch auch regelmäßig Zeit für diese Gespräche mit euren Kindern?" Storment möchte nicht, dass andere die gleichen Fehler machen wie er selbst: "Wenn ich aus dieser Sache etwas lernen kann, dann ist es, mich und andere daran zu erinnern, nicht die Dinge zu verpassen, die wirklich wichtig sind."

Ehepaar ruft Eltern dazu auf, mehr Zeit mit Kindern zu verbringen

Auch seine Frau Jessica wandte sich mit einem ähnlichen Appell an die Leser. "Wenn ihr Eltern seid und Kapazitäten habt, mehr Zeit mit euren Kindern zu verbringen, tut es. Wenn es vorbei ist, habt ihr nur noch Fotos und zurückgebliebene Gegenstände, aber keine Zeit", schreibt die Ärztin auf "LinkedIn". "Nehmt euch Urlaubstage und Sabbaticals und seid bei ihnen. Ihr werdet die E-Mails, die ihr nicht abgeschickt habt, nicht bereuen."

Quellen: J.R. Storment auf "LinkedIn" / Jessica Storment auf "LinkedIn"

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