Verlust für Gesamtjahr erwartet Pfleiderer meldet Ergebnis-Einbruch


Wie vorausgesagt ist der Holzverarbeiter Pfleiderer mit roten Zahlen ins Jahr 2010 gestartet. Die Verluste betragen im ersten Quartal 19,9 Millionen Euro. Ab 2011 soll es durch Preiserhöhungen, eine Belebung der Nachfrage und niedrigere Kreditkosten wieder ein positives Ergebnis geben.

Der Bau- und Möbelzulieferer Pfleiderer schreibt weiter rote Zahlen. Bei einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu unveränderten Umsatz von 355,6 Millionen Euro (minus 0,7 Prozent) brach im ersten Quartal 2010 das operative Ergebnis ein. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei von plus 23 auf minus 6,1 Millionen Euro zurückgegangen, berichtete das Unternehmen aus dem oberpfälzischen Neumarkt am Freitag.

Auch für das Gesamtjahr hält der Vorstand einen Verlust für wahrscheinlich. Konzernchef Hans Overdiek sprach dennoch von einer positiven Entwicklung gegenüber dem Krisenjahr 2009. Ab 2011 soll es durch ein besseres Preisniveau bei den Produkten, eine Belebung der Nachfrage und niedrigere Kreditkosten wieder ein positives Ergebnis geben.

Der Hersteller von Spanplatten und Laminatböden konnte bereits in den vergangenen Monaten von steigenden Verkaufspreisen profitieren. So sei der Preis für einen Kubikmeter Rohspanplatten seit dem vergangenen Sommer von 90 auf 135 Euro geklettert. Allerdings schnellten auch die Preise für die Rohstoffe und anderes Material in die Höhe. So stiegen die Holzpreise um bis zu 30 Prozent, die Einkaufspreise für Chemikalien wie Leim um etwa 10 Prozent. Insgesamt musste das im MDax notierte Unternehmen daher in dem Drei-Monats- Zeitraum Mehrkosten von rund 23 Millionen Euro gegenüber Anfang 2009 verbuchen.

DPA/Reuters DPA Reuters

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