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Video-Überwachung: Strafanzeige gegen Burger King

Burger King hat die Gründung eines Betriebsrates in München auf Video aufgezeichnet. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten stellte deshalb Strafanzeige gegen die Fast-Food-Kette. Diese bestreitet vehement, dass sie ihre Mitarbeiter bespitzelt habe.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Strafanzeige gegen die Fast-Food-Kette Burger-King gestellt, weil das Unternehmen die Gründung eines Betriebsrates in München auf Video aufgenommen hat. "Burger King überwacht Mitarbeiter selbst bei der Ausübung ihrer demokratischen Rechte im Rahmen der Wahlversammlung zur Gründung eines Betriebsrates", kritisierte die NGG.

Burger King räumte ein, dass die Versammlung am 21. April aufgezeichnet wurde. Dies sei aber nicht zur Überwachung der Mitarbeiter erfolgt. Es gebe auch keine Anweisungen, die Arbeitnehmer zu bespitzeln, stellte das Unternehmen klar. Weder die Geschäftsführung noch die Restaurantleitung hätten die Aufnahme angesehen. Sie stamme von einer automatischen Überwachungskamera, die im Restaurant aus Sicherheitsgründen Bilder ohne Ton aufzeichne. Diese Kameras seien den Mitarbeitern aber allesamt bekannt.

AP / AP
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