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Nach 13 Monaten: Ehemaliges VW-Vorstandsmitglied erhält Millionenabfindung

Nach Uneinigkeiten im Vorstand von Volkswagen scheidet die ehemalige Verfassungrichterin Christine Hohmann-Dennhardt aus diesem aus. Medienberichten zufolge soll sie mindestens 11,5 Millionen Euro Abfindung erhalten.

Christine Hohmann-Dennhardt war seit Anfang 2016 Vorstandsmitglied bei Volkswagen

Christine Hohmann-Dennhardt war seit Anfang 2016 Vorstandsmitglied bei Volkswagen

Nach 13 Monaten scheidet Christine Hohmann-Dennhardt aus dem Vorstand von Volkswagen aus. Medienberichten zufolge soll die ehemalige Verfassungsrichterin nach ihrer 13-monatigen Tätigkeit eine Abfindung in Millionenhöhe bekommen.

Nach Berichten der "Süddeutschen Zeitung" bekommt Hohmann-Dennhardt 11,5 Millionen Euro ausgezahlt. Sie sagte gegenüber der "SZ": "Dass ein Vertrag erfüllt wird, ist ein ganz normaler Vorgang."

Abfindung in Höhe von zwei Jahresgehältern

"Spiegel Online" vermeldete, die 66-Jährige erhalte mehr als zwölf Millionen Euro von dem Konzern. Das "Handelsblatt" berichtete wiederum, VW zahle der Juristin insgesamt rund 13 Millionen Euro. Ein VW-Sprecher wollte die Berichte nicht kommentieren.

Hohmann-Dennhardt kann den Berichten zufolge mit einer Millionenabfindung rechnen, weil ihr neben dem Gehalt für 13 Monate Arbeit eine Abfindung in Höhe von knapp zwei Jahresgehältern zustehe.
Die Juristin hatte im Januar 2016 bei VW angefangen und einen Dreijahresvertrag erhalten.

Uneinigkeit im Volkswagen-Vorstand

Hohmann-Dennhardt bestätigte der "SZ", dass die Summe eine Entschädigung dafür enthalte, dass sie vorzeitig aus dem Vorstand von Daimler ausgeschieden war - um Anfang 2016 zu VW zu wechseln. Dabei hatte sie auf Ansprüche an ihren Ex-Arbeitgeber verzichtet.

Die frühere Verfassungsrichterin war als Vorstand für Integration und Recht nach Wolfsburg gewechselt - und sollte die Aufarbeitung des Betrugs von Abgastests vorantreiben.

In der vergangenen Woche hatte VW überraschend mitgeteilt, Hohmann-Dennhardt scheide zum 31. Januar aus dem Vorstand des VW-Konzerns aus. Als Grund wurden "unterschiedliche Auffassungen über Verantwortlichkeiten und die künftigen operativen Arbeitsstrukturen in ihrem Ressort" genannt. Dem Vernehmen nach gab es interne Querelen über die genaue Rolle Hohmann-Dennhardts bei VW.

fri / DPA
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