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US-Supermarktriese: Wal-Mart will Waren per Drohne ausliefern

Der Online-Riese Amazon testet sie schon länger: Nun will auch Wal-Mart die Warenlieferung per Drohne erproben. Doch bislang existieren in den USA keine klaren Regeln für den Einsatz der unbemannten Flugobjekte.

Drohne in der Luft

Eine Drohne mit einer Kamera (Archivbild): Für Wal-Mart haben Drohnen das Potential, die Lieferkette zu verbessern.

Der US-Supermarktriese Wal-Mart will den Einsatz von Drohnen testen. In einem am Montag bei der US-Luftfahrtbehörde FAA eingereichten Antrag auf die Genehmigung von Tests nannte der weltgrößte Einzelhändler eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten: So könnten Drohnen beispielsweise Gebäude überwachen, Kunden ihre Einkaufstüten zum Auto tragen oder den Einkauf nach Hause liefern.

Ein Wal-Mart-Sprecher sagte, der Einsatz von Drohnen sei eine Möglichkeit, die Lieferkette zu verbessern. 70 Prozent der US-Einwohner lebten weniger als acht Kilometer von einem Wal-Mart entfernt, was "interessante Möglichkeiten des Kundendienstes per Drohne" eröffne.

Mit dem Drohnen-Projekt folgt Wal-Mart dem US-Onlineversandhändler Amazon. Dieser verfolgt seit langem ein Projekt, bei dem eine Lieferung bereits 30 Minuten später bei US-Kunden per Drohne eintreffen soll. Allerdings fehlen in den USA noch klare Regeln der zuständigen Luftfahrtbehörde FAA für den Einsatz von Drohnen. Amazon sperrte sich gegen Vorschläge der FAA, die kleinen Miniflugzeuge aus Sicherheitsgründen nur in Sichtweite ihres Piloten am Boden fliegen zu lassen. Aufgrund der fehlenden Regelungen testet Amazon den Flugbetrieb seiner Drohnen in anderen Ländern, unter anderem in Kanada.

amt / AFP
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