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Wirtschaftsstandort Deutschland Südländer hängen den Norden ab


Deutschland entwickelt sich ökonomisch zu einer Zweiklassengesellschaft - das ist das Ergebnis einer Studie, die die wirtschaftliche und soziale Lage im Land untersucht. "Top-Zukunftschancen" würden danach vor allem die Regionen im Süden bieten, während der Rest der Republik immer weiter abfällt.

Süddeutschland treibt einer Studie zufolge den Aufschwung an und hängt den Norden und Osten immer weiter ab. Ökonomisch entwickle sich Deutschland immer mehr zu einer Zweiklassengesellschaft, berichtete das "Handelsblatt" am Montag als Ergebnis der Untersuchung, die das Schweizer Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos für das Blatt erstellt hat. Starke Städte und Kreise vor allem im Süden und Südwesten der Republik eilten den restlichen Regionen immer weiter davon.

Mit Hilfe von 29 Indikatoren zur wirtschaftlichen, demografischen und sozialen Lage der Regionen ergeben sich demnach für den Großraum München die besten wirtschaftlichen Perspektiven. "Top-Zukunftschancen" attestiert die Studie sieben Städten und Kreisen - davon liegen sechs in Bayern und Baden-Württemberg, der siebte Standort ist Frankfurt am Main. In der zweitbesten Gruppe stellt Nordrhein-Westfalen mit Düsseldorf nur eine Stadt, Niedersachsen mit Wolfsburg und Braunschweig zwei.

Aus den neuen Bundesländern bescheinigt die Studie Jena und Dresden sehr hohe Zukunftschancen. Auf den letzten Plätzen der untersuchten 412 kreisfreien Städte und Landkreise liegen Demmin in Vorpommern und Mecklenburg-Strelitz. Vergleichbare Studien gab es bereits 2004 und 2007.

be/AP AP

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