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Wochenmarkt - die Wirtschaftskolumne: Warum Deutschland so stark ist

2011 hat Deutschland die Früchte geerntet: für kluge Reformen, für eine innovative Wirtschaft. Von Rezession trotz Dauerfinanzkrise keine Spur. Damit das so bleibt, brauchen wir Europa. Und den Euro.

Von Thomas Straubhaar

Für Deutschland geht ein Jahr der Rekorde zu Ende. Aus dem kranken Mann Europas ist ein europäischer Kraftprotz geworden. Das Bruttoinlandprodukt legte real um drei Prozent zu. Die Arbeitslosenquote fiel auf 6,4 Prozent. Mehr als 41,5 Millionen Deutsche hatten einen Job. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag bei fast 29 Millionen. Das sind unglaubliche Rekorde. Nie waren im wiedervereinten Deutschland weniger Menschen arbeitslos, nie hatten mehr Menschen eine Beschäftigung. Noch vor Kurzem hätte man von solchen Erfolgen nur träumen können. Voller Bewunderung schauen die einen auf das „German Miracle“, voller Neid ärgern sich andere über den europäischen Musterschüler.

Arbeitsmarkt wird stabil bleiben

Der Erfolg hat viele Gründe. Die Hartz-Reformen der rot-grünen Regierung Schröder haben in den Köpfen der Deutschen mehr verändert, als gemeinhin wahrgenommen wird. Sie haben Wille und Bereitschaft gestärkt, so rasch als möglich aus der Arbeitslosigkeit wieder zurück in die Beschäftigung zu drängen. Fördern und Fordern ist heute akzeptierte Realität geworden. Flexibilität für betriebliche Bündnisse für Arbeit und ein Verzicht auf überrissene Lohnforderungen im Tausch gegen Beschäftigungsgarantien sind gang und gäbe. Schließlich hat sich die von der schwarz-roten Koalition geförderte Kurzarbeit als gutes Kriseninstrument bewiesen. All diese Faktoren werden auch im kommenden Jahr dafür sorgen, dass der deutsche Arbeitsmarkt stabil bleibt, selbst wenn sich 2012 die Konjunktur eintrübt.

Deutschland ist international hochgradig wettbewerbsfähig

Alles in allem hat sich Deutschland in den letzten zwölf Jahren enorm verändert – in der Summe sehr positiv. Das wird dann offensichtlich, wenn man das Land mit etwas Distanz betrachtet und mit anderen Staaten vergleicht. Dann zeigt sich das erfreuliche Bild eines modernen Deutschlands, das den Strukturwandel meistert, den Arbeitsmarkt reformiert und mit innovativen Industrieprodukten im Kern - ergänzt mit klugen Dienstleistungen in der Schale - international hochgradig wettbewerbsfähig ist. Im laufenden Jahr werden die deutschen Exporte erstmals die Marke von einer Billion Euro knacken – auch das ist ein Rekord.

Zahlmeister der Eurozone

Die ökonomische Stärke Deutschlands war 2011 das eine herausragende Merkmal, die dramatische Euro-Schuldenkrise das andere. „Überlebt der Euro?“ lautete die Frage zu Jahresbeginn. „Überlebt Deutschland den Euro?“ lautet sie heute, nachdem ein Euroland nach dem anderen vor dem Staatsbankrott steht. Wie bei einer Menschenpyramide mussten immer weniger starke Pfeiler in der Mitte immer mehr kleinere und schwächere Mitglieder auf ihren Schultern tragen. Vor allem Deutschland ächzt unter den steigenden Lasten, die ihm als Zahlmeister der Eurozone zugemutet werden. Die Euroschuldenkrise hat viele Ursachen, die sich teilweise ergänzen und verstärken. Sie hat mit der Strukturschwäche einiger Euroländer genauso zu tun wie mit einem finanzpolitischen Schlendrian anderer. Vor allem aber zeigt sich in ihr ein Nachbeben der Finanzmarktkrise. Staaten mussten private Banken vor dem Konkurs und das Finanzsystem insgesamt vor dem Kollaps retten. Dabei haben sie ihre Möglichkeiten überschätzt. Deshalb müssen nun Private die Staaten retten, sei es durch Schuldenschnitte oder Steuern, um Transfers zu finanzieren, oder durch eine von vielen Deutschen als unausweichlich befürchtete Geldentwertung

Kein Comeback der D-Mark

Um die Kosten der Staatenrettung für die Deutschen möglichst gering zu halten, gibt es Stimmen, die eine Rückkehr zur D-Mark oder eine Teilung in einen Nord- und Süd-Euro propagieren. Beide Vorschläge verkennen, wie stark sich nicht nur Deutschland, sondern auch Europa in den letzten zwölf Jahren verändert hat. Sie verkennen, wie wenig die Gegenwart mit der D-Mark-Zeit zu tun hat. Und wie eng Deutschland heutzutage in Europa vernetzt ist, und zwar nicht nur beim Güterhandel, wie zu Zeiten der D-Mark, sondern auch bei den Arbeits-, Kapital- und Finanzgeschäften, beim Einkauf, der Produktion und dem Absatz der Unternehmen. Eine Entflechtung wäre für Deutschland mit immensen Kosten verbunden. Sie würden auf lange Zeit verhindern, dass sich das Rekordjahr 2011 wiederholt.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(