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Riester-Rente: Vier Wege in die sichere Rente: 2. Investmentfonds

Mit den so genannten Altersvorsorge-Sondervermögen macht die Fondsbranche den Versicherern bei der privaten Vorsorge ordentlich Konkurrenz. Nur: für wen lohnt es sich?

Produkt:

Seit April 1998 macht die Fondsbranche den Versicherern beim privaten Vorsorgesparen Konkurrenz. Ihre so genannten Altervorsorge-Sondervermögen - kurz AS-Fonds - dürfen seither mit einem staatlichen Gütesiegel werben. Die AS-Fonds müssen dabei zahlreiche Bedingungen erfüllen, um vom Gesetzgeber die Zulassung zu erhalten.. Mindestens 51 Prozent des Fondsvermögens werden in Substanzwerten angelegt: Aktien oder Anteile offener Immobilienfonds. Der Aktienanteil darf 75 Prozent nicht überschreiten, der Immobilienanteil ist auf maximal 30 Prozent beschränkt. Nicht vorgeschrieben ist die Höhe des Anleihen-Anteils, der sich als Restgröße ergibt. Nach Beendigung der vereinbarten Laufzeit muss die Fondsgesellschaft einen Auszahlungsplan anbieten, alternativ mit und ohne Kapitalverzehr.

Chance/Risiko:

AS-Fonds sind für eher risikobewusste Anleger eine flexible und gut durchschaubare Sparform. Die breite Streuung des Fondsvermögens sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis von Chance und Risiko. Da die Erträge automatisch im Fonds wieder angelegt werden, entsteht ein renditestärkender Zinseszins-Effekt. Allerdings unterliegt ein AS-Fonds den Schwankungen am Kapitalmarkt (insbesondere den Schwankungen an der Börse). Sparer wissen also nicht auf Heller und Cent, wie hoch die Rendite nach Ablauf des Vertrages sein wird.

Vor- und Nachteile:

Bisheriger Nachteil gegenüber Versicherungs-Policen: AS-Fonds sind nicht steuerbegünstigt. Vorteile: Risikostreuung, Renditenstärkte (acht bis zehn Prozent) und überschaubare Kosten.

Kosten:

Für das Produkt ist ein Ausgabeaufschlag von zwei bis fünf Prozent des Anlagebetrags zu zahlen. Hinzu kommt eine jährliche Verwaltungsgebühr zwischen einem halben und einem Prozent.

Riester-Variante:

Grundsätzlich könnten die Anbieter versuchen, jede Fondsart als »Riester-Produkt« anzumelden. Experten gehen aber davon aus, dass es sich überwiegend um die AS-Fonds handeln wird. Die geforderte Zusage der Absicherung eingezahlter Beiträge wird die Rendite etwas drücken.

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