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Versicherungsabschluss: Die Qual der Wahl

Herr Kaiser als Symbol des typischen Versicherungsvertreters kommt langsam aus der Mode. Mittlerweile kann jede Versicherung auch beim Makler oder im Internet abgeschlossen werden. Doch nicht jede Versicherung ist dafür geeignet.

War es vor 20 Jahren noch Gang und Gäbe, seine Verträge beim Vertreter abzuschließen, setzen viele Versicherte heute auf das Internet. Wer sich dann online auf die Suche nach einer günstigen Versicherung macht, kann natürlich die Seiten der einzelnen Gesellschaften ansurfen, um sich dort Angebote machen zu lassen. Aber nicht alle Seiten sind komfortabel und leicht zu bedienen. Auf mancher Seite müssen lange Online-Formulare ausgefüllt werden und am Ende steht dann doch nur das Versprechen, dass ein Vertreter Kontakt mit dem Interessenten aufnehmen wird.

Schnellschuss ist nicht immer gut

Einfacher und sinnvoller sind da die Angebote von Versicherungsmaklern wie fairplay24 (fairplay24.de). Dort bekommt der Surfer sofort einen Überblick über die günstigsten Angebote aus der jeweiligen Versicherungssparte. Außerdem kann der Antrag sofort online gestellt werden - der Vertrag ist damit in ein paar Minuten abgeschlossen.

Aber nicht immer ist der Schnellschuss empfehlenswert. Nicht alle Policen sind so standardisiert wie beispielsweise Hausrat- oder Haftpflichtverträge. Komplexe Versicherungsverträge wie die privaten Krankenvoll- oder die Berufsunfähigkeitsversicherung bedürfen einer genauen Abwägung zwischen den Bedürfnissen des Versicherten und der Umsetzung im Vertrag. Hier geht es nicht alleine darum, den niedrigsten Preis zu finden. Am sinnvollsten ist es deshalb, bei solchen Verträgen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen

Oft ist eine Beratung sinnvoll

Diese bietet beispielsweise der Bund der Versicherten. Dort erhalten Interessierte nicht nur eine umfassende Beratung, sondern in vielen Versicherungssparten auch günstige Gruppentarife. Objektive Beratung gibt es auch bei den Versicherungsberatern, die ebenfalls völlig unabhängig im Sinne der Kunden beraten können.

Der "Nachteil" bei beiden Varianten: Die Beratung kostet den Versicherten Geld, entweder in Form von Mitgliedsbeiträgen beim Bund der Versicherten oder in Form eines Beratungshonorars bei den Beratern. Allerdings ist das Geld gut angelegt. Gerade bei einer so wichtigen Police wie dem Berufsunfähigkeitsschutz können Fehler wie die Wahl des falschen Vertrages oder Schnitzer beim Ausfüllen des Antrages nicht nur teuer werden, sondern im schlimmsten Fall auch die vereinbarte Rente entfallen lassen.

Auch der Makler bietet Vorteile

Eine weitere Variante ist der Besuch beim Versicherungsmakler. Der arbeitet in der Regel zwar nicht auf Honorarbasis, sondern lebt von den Provisionen und damit von der erfolgreichen Kundenvermittlung. Makler haben aber anders als Vertreter einer einzigen Gesellschaft wie Herr Kaiser Angebote von verschiedenen Versicherungen im Angebot. Daraus können sie das günstigste heraussuchen und vermitteln. Wer einen Makler mit der Auswahl beauftragen will, findet Adressen im Internet unter bdvm.de oder bei der Arbeitsgemeinschaft unabhängiger Versicherungsmakler unter auv.de.

Ein weiterer Vorteil des Maklers: Er kann anonymisierte Anträge stellen. Damit umgeht man ein klassisches Dilemma bei der Suche nach einer passenden Personenversicherung. Wer nämlich bei verschiedenen Gesellschaften Anträge stellt und immer wieder abgelehnt wird, muss diese Ablehnungen in jedem neuen Antrag immer wieder angeben. Dadurch erfahren die Gesellschaften, dass der Kunde bei einem Mitbewerber bereits durchgefallen ist. Der Makler jedoch kann ohne Namensnennung des Kunden Angebote einholen. Der Kunde muss sich erst zu erkennen geben, wenn er sich für einen Vertrag entschieden hat.

Oliver Mest/DDP / DDP
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