Versicherungstipps Direktregulierung von Kfz-Schäden wohl vom Tisch


Die meisten deutschen Autofahrer werden wohl auch in Zukunft bei einem Unfall mit der Versicherung des Unfallgegners verhandeln müssen.

Das Projekt einer Direktregulierung von Unfallschäden wird der zuständige Fachausschuss des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft bei einem Verbandstreffen Mitte der Woche wahrscheinlich begraben, verlautete am Dienstag aus Versicherungskreisen, die damit einen Bericht des "Tagesspiegels" bestätigten. Bei der Direktregulierung übernimmt die eigene Versicherung die Regulierung des Unfallschadens. Die Betroffenen brauchen nicht mit der Assekuranz des Unfallgegners verhandeln.

Wichtigstes Element einer Direktregulierung wären Pauschalen für einfache Schäden gewesen, welche die Verrechnung zwischen den Versicherern erleichtert hätten. Auf diese hat man sich jedoch auch nach jahrelangen Verhandlungen nicht einigen können, berichtete der "Tagesspiegel". Aus Versicherungskreisen hieß es, dass für die kleineren Autoversicherer das Verfahren weniger attraktiv ist, als für die großen Unternehmen. In Deutschland gibt es rund 120 Autoversicherer. In anderen europäischen Ländern, zum Beispiel Frankreich, in denen die Direktregulierung üblich ist, ist gleichzeitig der Markt anders strukturiert, dort gibt es noch nicht so viel Marktteilnehmer.

Enige planen Alleingang

Wie der "Tagesspiegel" berichtete, will die Mannheimer Versicherung im Alleingang einen Direktregulierungs-Tarif einführen, die Allianz und die Huk Coburg wollten dagegen auf Alleingänge verzichten.


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