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WETTER: Die meisten Sturmschäden sind versichert

Für die zum Teil verheerenden Schäden, die das Sturmtief »Jeanett« angerichtet hat, kommen in den meisten Fällen die Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherungen auf.

Für die zum Teil verheerenden Schäden, die das Sturmtief »Jeanett« angerichtet hat, müssen die deutschen Versicherer tief in die Tasche greifen. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag in Berlin mitteilte, sind die meisten Sturmschäden versichert. Die Gesamthöhe der Schäden konnte der Verband allerdings noch nicht nennen. Er riet allen Betroffenen, sich umgehend bei ihrer Versicherung zu melden.

Für jeden Schaden eine Versicherung

»Jeanett« erreichte Spitzengeschwindigkeiten bis 160 Kilometer pro Stunde. Für Sturmschäden ab Windstärke acht - das sind Windgeschwindigkeiten zwischen 62 und 74 km/h - sowie für Blitz- und Hagelschäden kommen laut GDV die Gebäude-, die Hausrat- und die Kaskoversicherungen auf.

Auch Folgeschäden mitversichert

Gebäudeschäden, die beispielsweise durch umgefallene Bäume, Schornsteine oder Masten entstanden sind, sind der Mitteilung zufolge ein Fall für die Wohngebäudeversicherung. Hat der Sturm das Dach abgedeckt oder die Fensterscheiben eingedrückt, sind Folgeschäden etwa durch eindringende Niederschläge ebenfalls versichert. Sturmschäden an der Wohnungseinrichtung werden von der Hausratversicherung ersetzt.

Kaskoversicherung trägt Autoschäden

Bruchschäden an Fenster- oder Türscheiben sowie an Glasdächern werden nach Angaben des GDV von der Glasversicherung ersetzt, und zwar einschließlich der Kosten für eine eventuell erforderliche Notverglasung. Schäden am Auto beispielsweise durch herumfliegende Gegenstände werden - abzüglich einer vereinbarten Selbstbeteiligung - von der Teil- oder Vollkaskoversicherung bezahlt.