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Sturmschäden durch "Harvey": "Unglaublich gefährlicher Rauch": Zwei Explosionen in Chemiefabrik bei Houston

"Harvey" wird schwächer, aber die Gefahr bleibt: Eine Chemiefabrik in Texas ist nach den Überschwemmungen explodiert. In der Millionenmetropole Houston geht das Hochwasser derweil zurück.

Houston Harvey Arkema

In einigen Orten geht das Hochwasser zurück, doch der US-Bundesstaat Texas wird noch lange mit den verheerenden Schäden durch den Sturm "Harvey" zu kämpfen haben. In einer Chemiefabrik lösten die Überschwemmungen am Donnerstag Explosionen aus, wie der Betreiber Arkema mitteilte. Nach dem Rückgang der Flut in Houston wurden weitere Todesopfer entdeckt. Der texanische Gouverneur schätzte die Sturmschäden auf mehr als 125 Milliarden Dollar.

Die örtlichen Behörden hätten zwei Explosionen in der überfluteten Chemiefabrik in Crosby gemeldet, teilte der Betreiber Arkema mit. Vorab hatte er wegen des Ausfalls der Kühlung für die leicht entflammbaren Chemikalien bereits vor Explosionen gewarnt.

"Harvey": Reihe von chemischen Reaktionen"

Die Feuerwehr sprach von einer "Reihe von chemischen Reaktionen" und zeitweiser Rauchentwicklung. Arkema teilte mit, das Unternehmen stimme mit den Behörden überein, dass es nun das Beste sei, "das Feuer von selbst ausbrennen zu lassen".
Der Polizei zufolge wurde ein Beamter nach dem Einatmen des Rauchs ins Krankenhaus gebracht. Neun weitere seien vorsorglich selbst ins Krankenhaus gefahren. Laut Arkema kann der ausgetretene Rauch Augen-, Haut- und Atemwegsreizungen verursachen. Die Behörden warnten vor massiven Gesundheitsrisiken. Der austretende Rauch sei "unglaublich gefährlich", sagte der Chef der Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long.

Die Fabrik war infolge des Sturms "Harvey" überschwemmt worden. Im Umkreis von rund 2,5 Kilometern waren Anwohner der Anlage vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Auch die Fabrikmitarbeiter hatten das Werk vor den Explosionen verlassen.
Der 45-jährige John Villareal, dessen Haus etwa anderthalb Kilometer von der Chemieanlage entfernt liegt, sagte jedoch, er und viele seiner Nachbarn hätten ihre Häuser nicht verlassen, weil es von den Behörden dazu "keine klare Anweisung" gegeben habe. Er bleibe lieber vor Ort, um im Notfall älteren Nachbarn zu helfen.

Während in ländlichen Gebieten von Texas und an der Golfküste die Lage weiter angespannt war, ging das Hochwasser in der Millionenmetropole Houston derweil zurück. Dadurch bekamen die Einsatzkräfte Zugang zu einem Fahrzeug, in dem sich die Leichen von einem Paar und ihrer vier Urenkel im Alter von sechs bis 16 Jahren befanden.

"Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet", erklärte Sheriff Ed Gonzalez. Die Behörden im Großraum Houston gingen von insgesamt mindestens 33 Toten im Zusammenhang mit Sturm "Harvey" aus. Papst Franziskus erklärte sich in Rom "tief bewegt von den tragischen Verlusten".

"Harvey" war vergangenen Freitag in Texas erstmals auf Land getroffen. Mehr als 30.000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht. Am Donnerstag wollte US-Vizepräsident Mike Pence vor Ort mit Sturmopfern sprechen. US-Präsident Donald Trump hatte dies bei seinem Besuch im Katastrophengebiet am Dienstag wegen der angespannten Lage noch vermieden.

Bei Pences Besuch dürfte es auch um die Kosten der Katastrophe gehen. Der texanische Gouverneur Greg Abbott sagte am Mittwoch, hinsichtlich der Zahl der betroffenen Einwohner und der Ausdehnung des Unwetters sei "Harvey" viel schlimmer als der verheerende Hurrikan "Katrina" von 2005. Seiner Erinnerung nach seien nach "Katrina" mehr als 125 Milliarden Dollar (105 Milliarden Euro) in den Wiederaufbau geflossen. Nun werde es voraussichtlich noch deutlich teurer.

Houston: "Schnell wieder so werden wie zuvor"

Das Karlsruher Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) schätzte die Sturmschäden in Texas auf 58 Milliarden Dollar. Andere Experten gingen von einer Mindesthöhe zwischen 30 und 75 Milliarden Dollar aus.

Houstons Bürgermeister Sylvester Turner sagte, er hoffe, "dass die Stadt Houston schnell wieder so werden wird wie zuvor". Er kündigte an, dass in einigen Gegenden wieder die Müllabfuhr eingesetzt werde, außerdem gingen einige U-Bahn-Linien wieder in Betrieb.

Nachdem er zwischenzeitlich aufs Meer hinausgezogen war, verursacht "Harvey" seit Mittwoch auch im Bundesstaat Louisiana Überschwemmungen. Die Stadt New Orleans, die durch "Katrina" schwer verwüstet worden war, bekam allerdings nur wenig Regen ab.

tim / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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