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22. Juni 2007, 15:47 Uhr

Bandbreitenfresser YouTube

Laut einer Studie ist das Videoportal YouTube inzwischen für ein Zehntel des Datenverkehrs im WWW verantwortlich. Tendenz steigend. Erstmals seit vier Jahren wurde damit ein anderer großer Traffic-Verursacher vom Thron gestoßen.

Immer mehr dessen, was durch diese Kabel muss, stammt von YouTube© Michael Kappeler/DDP

Die rasant steigende Beliebtheit von YouTube-Videos ist für zehn Prozent des gesamten Datenverkehrs im World Wide Web verantwortlich. Das ist das Ergebnis von Berechnungen, die der Anbieter von Telekommunikationslösungen Ellacoya Networks durchgeführt hat. Das US-Unternehmen hat den Datenverkehr im Internet unter die Lupe genommen und dabei einen Rückgang von Peer-to-Peer-Traffic (P2P) festgestellt. Nach vier Jahren, in denen der P2P-Datentransfer absolut dominierend gewesen sei, herrsche erstmals wieder der HTTP-Traffic. P2P-Datenverkehr wird vor allem durch Programme erzeugt, die für den Austausch von Musik- und Filmdateien benutzt werden können. HTTP-Traffic stammt von Webseiten.

Ellacoya ist der Verteilung von Datenströmen auf verschiedene Dienste nachgegangen und hat dafür die Gewohnheiten einer Million amerikanischer DSL-Benutzer untersucht. P2P-Verbindungen machen demnach 37 Prozent des Datenverkehrs aus, die Anzeige von Webseiten, die über das HTTP-Protokoll abgewickelt wird, 46 Prozent. Den Rest teilen sich Newsgroups (neun Prozent), Videostreaming über Nicht-HTTP-Protokolle (drei Prozent), Online-Spiele (zwei Prozent) und IP-Telefonie (ein Prozent).

Fotos, Videos, Social Networking

HTTP steigt stark an wegen des Booms der Foto- und Videoportale sowie der Social-Network-Seiten. Der Download von Fotos und Text verursacht knapp die Hälfte des HTTP-Traffics. Video-Streaming nimmt 36 Prozent dieses Datenverkehrs in Anspruch. Allein Youtube sei hier für 20 Prozent des HTTP-Aufkommens verantwortlich, rechnet Ellacoya vor.

"Die Popularität von browserbasierten Videoanwendungen wie YouTube hat nicht nur entscheidenden Einfluss auf das gesamte Datenaufkommen, sondern ist auch für die Verteilung des Datenverkehrs von Programmen verantwortlich", meint Fred Sammartino, Product Manager bei Ellacoya. "Die Art, wie die Menschen das Internet benutzen, ändert sich rapide vom herkömmlichen Surfen zu Echtzeit-Anwendungen." Sammartino rechnet mit einer weiteren, explosionsartigen Zunahme von Streaming-Services.

san/pte
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
lukeserious (23.06.2007, 10:02 Uhr)
Youtube...
Man kan sich doch inzwischen auf Youtube fast garnichts mehr ansehen. Die Ladezeiten sind oft einfach unerträglich lang, auch mit einer sehr schnellen Internetverbindung. Und dann wird man auch noch zugespammt mit Videos von irgendwelchen Teenagern die nichts besseres zu tun haben als sich den ganzen Tag zu filmen und dass dann ins Netz zu stellen.
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