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Monatelang hat die Gerüchteküche ordentlich gebrodelt. Am 4. Oktober ist es soweit: Apple enthüllt das iPhone 5. Wir haben noch einmal alle Gerüchte um das neue Smartphone gesammelt.
Microsoft, Apple und Google wildern mit wachsender Dynamik in ihren gegenseitigen Märkten. Mit einem starken Geschäft allein können sie bei Investoren längst nicht mehr punkten. Wie die fortschreitende Digitalisierung alte Grenzen durchlässig macht.
"Copy and paste": Das Ausschneiden und Einfügen von Textpassagen haben iPhone-Anwender bisher arg vermisst. Mit dem neuen Betriebssystem wird dies nun möglich sein. Apple stellte die Beta-Version von OS 3.0 jetzt vor. Das Smartphone wird damit zum digitalen Buch, Navigationsgerät und und und.
Steve Jobs' Gesundheit ist stärker angegriffen als bisher angenommen. Der 53-jährige Apple-Chef fällt mindestens bis Ende Juni aus. Was bedeutet das für die Firma, die er mitgegründet hat?
Es ist ungefähr so, als würde der Weihnachtsmann eine Pressemitteilung herausgeben und verkünden: "Ab dem nächsten Jahr gibt's an Heiligabend keine Geschenke mehr. Dank Internet, Paketdiensten und neuartiger Vertriebswege muss ich gar nicht mehr persönlich vorbeischauen, und wenn es Fröhliches zu verkünden gibt, melde ich mich einfach zwischendurch, irgendwann im Jahr. Ach, übrigens: Dieses Mal kann ich leider schon nicht mehr kommen, das Geschenkeverteilen übernimmt Knecht Ruprecht." Aus Sicht von Apple-Anhängern ist genau das gerade passiert: Steve Jobs, der überlebensgroße Firmenmitgründer und Vorstandsboss, hat seinen traditionellen, schlagzeilenträchtigen Auftritt bei der "Macworld"-Messe im Januar abgesagt. An seiner Stelle soll nun Marketingchef Phil Schiller die Massen aufheizen, die gewöhnlich zu Zehntausenden nach San Francisco pilgern - in der Erwartung freilich, ihren angehimmelten Übervater zu sehen, nicht seinen jovialen, eher bodenständigen Kumpel. Das kann was werden. Obendrein hat Apple gleich noch verkündet, sich Messen wie die "Macworld" künftig ganz zu sparen: "Apple erreicht immer mehr Menschen über immer vielfältigere Wege, sodass Messeauftritte - wie für andere Unternehmen auch - nur noch einen sehr kleinen Anteil an der Kundenansprache von Apple haben", heißt es in der Pressemitteilung. Neuheiten soll es künftig bei der hauseigenen Entwicklerkonferenz und anderen Gelegenheiten zu bestaunen geben. Die Frage ist nun: Glaubt Apple tatsächlich, dass seine Haus- und Hof-Messe nicht mehr ist als eine kollektive Zeit- und Geldverschwendung - oder ist Steve Jobs womöglich zu krank, um bei der Macworld auf der Bühne zu stehen? Blogger und US-Medien stürzten sich sofort auf diese Vermutung, weil der Apple-Chef vor einigen Jahren an Bauchspeicheldrüsen-Krebs erkrankt war und in den vergangenen Monaten auffallend dünn geworden ist. Obendrein überließ Jobs bei öffentlichen Auftritten in jüngerer Zeit immer mehr Raum im Rampenlicht seinen Managern aus der zweiten Reihe, Männern wie Phil Schiller und iPhone-Chef Scott Forstall. Mache Beobachter sehen darin die Vorbereitung einer Staffelübergabe; Apple schweigt zu den Gerüchten; und die Wall Street, mitfühlend, wie sie ist, stimmt derweil mit den Füßen ab - am Mittwoch fiel die Apple-Aktie um mehr als sechs Prozent auf unter 90 US-Dollar. Selbstverständlich kann man nur hoffen, dass es Steve Jobs, allen Unkenrufen zum Trotz, in Wahrheit blendend geht. Die Computerbranche braucht Vordenker wie den 53-jährigen Kalifornier, der kein angenehmer Chef sein mag (wie Ex-Mitarbeiter immer wieder berichten), aber mit seinem Mut, eigene Wege zu gehen, ein ums andere Mal der gesamten Digitalwelt die Richtung weist - jenseits ausgetretener Trampelpfade. Tatsache ist aber auch, dass Apples Entwicklungsköche schon seit längerem nichts Bahnbrechendes mehr vorgestellt haben. Die jüngsten iPods sind mäßig originelle Weiterentwicklungen ihrer Vorgänger, genau wie die neuesten Macbook-Laptops, die mehr unter dem Motto Evolution als Revolution stehen. Die letzte Apple-Neuheit zum Staunen, das letzte "insanely great thing", wie Jobs gern sagt, war das iPhone. Das iPhone aber wird im Januar zwei Jahre alt - gerechnet vom Augenblick seiner Präsentation bei der, genau, Macworld-Messe 2007. Nun könnte es sein, so wird gemunkelt, dass Phil Schiller bei seinem Auftritt am 6. Januar nicht viel mehr zu präsentieren hat als einen aufgefrischten Mac Mini und vielleicht ein "iPhone Nano". Sollte das stimmen, wundern Sie sich nicht, wenn Sie am Abend des 6. Januar einen seltsamen Ton aus Richtung Westen hören: So klingt es, wenn Tausende von Macworld-Besuchern in San Francisco gleichzeitig gähnen. Anschließend könnte dann noch lautes Wehklagen über den Atlantik schallen, und wer weiß, vielleicht greift am Ende sogar der eine oder andere aus Verzweiflung zu einer Packung Vista. Für mich hat Apple mit seiner Ankündigung vom Abzug auf Raten dem neuen Jahr schon jetzt ein bisschen Glanz genommen. Denn bei aller gebotenen Reporter-Neutralität - für den Mac-Nutzer in mir war die Macworld-Messe gleich zum Jahresbeginn immer auch ein bisschen so etwas wie ein Nachschlag zur Bescherung am Heiligabend: "One more thing", das PS zum Weihnachtsfest. Es gab nie Zweifel, dass Steve Jobs Anfang Januar im Moscone-Konferenzzentrum auf der Bühne stehen würde, um etwas Neues aus dem Hut zu zaubern - die Frage war immer nur: Was könnte es sein? Nun plötzlich sagt Apple: Sorry, in Zukunft kommt da nichts mehr. Schöne Bescherung. Das soll Fortschritt sein?
iPhone, die Zweite: Ab dem 11. Juli liegt das neue iPhone 3G in deutschen T-Mobile-Filialen. Für das Handy bietet Apple nun auch Spezial-Software für Mediziner. Arzt und Patient sollen enger vernetzt werden.
Als Apple-Chef Steve Jobs vor einigen Wochen die neue Version des iPhones vorstellte, sah er krank aus. Im Web kursieren seitdem Gerüchte über den Gesundheitszustand des 53-Jährigen. Was geschieht, wenn Apple eines Tages ohne Jobs auskommen muss?
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