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Durchs Mikroskop fotografiert: Wie aus winzigen Dingen große Kunst wird

Würden Sie bei Silberfischchen, Bartstoppeln oder Lockenwicklern an Kunst denken? Wir auch nicht. Umso faszinierender ist die Fotografie von Otto Hitzegrad, bei der er sich auf die kleinsten Dinge des Alltags konzentriert.

"Lichtscheu ist das Silberfischchen, daher auch nachtaktiv, aber durchaus nützlich, es ernährt sich nämlich unter anderem von Hausstaubmilben", weiß Otto Hitzegrad. Durch die Perspektive von unten kann man gut sehen, dass das Tierchen ein Sechsfüßler ist. Im Original ist es nur 7 Millimeter groß.

"Lichtscheu ist das Silberfischchen, daher auch nachtaktiv, aber durchaus nützlich, es ernährt sich nämlich unter anderem von Hausstaubmilben", weiß Otto Hitzegrad. Durch die Perspektive von unten kann man gut sehen, dass das Tierchen ein Sechsfüßler ist. Im Original ist es nur 7 Millimeter groß.

Silberfischchen im Bad, Bartstoppeln im Waschbecken oder Mottenflügel zwischen den Klamotten - wo die meisten Menschen die Krise kriegen, fängt für Otto Hitzegrad der Spaß erst an. Dinge, die von anderen platt getreten oder gar nicht wahrgenommen werden, sind seine Lieblingsmotive. 

Echte "Fummelarbeit"

Was sich zunächst vielleicht langweilig anhört, ist bei der genaueren Betrachtung eine faszinierende Welt. Der gebürtige Niedersachse schafft es, sogar aus einem einfachen Lockenwickler ein Kunstwerk zu erschaffen. Selbst vor großen Herausforderungen schreckt er nicht zurück, zum Beispiel aus zwei Menschenhaaren einen Kreuzknoten zu knoten. Für den Fotografen eine echte "Fummelarbeit".

Um seine Motive so nah fotografieren zu können, nimmt er ein Mikroskop zur Hilfe. Damit kann er selbst Blutzellen von einem Fisch auf das 600-fache vergrößern und bildlich festhalten.

"Besonders die kleinen Dinge mag ich"

Aber wie kommt man zu solch einem Hobby? "Eigentlich fotografiere ich alles, was mich anspricht. Besonders die kleinen Dinge mag ich", erzählt Otto Hitzegrad. "Deshalb auch das Steckenpferd Mikroskopie, was für mich zwingend mit der Fotografie verbunden werden musste." Er liefert uns damit einen einzigartigen Einblick in die Welt der winzigen Dinge. Oder wussten Sie, wie schön Bartstoppeln unter dem Mikroskop aussehen können? 

Für die Fotografie begeistert sich der 69-Jährige schon seit seiner Jugend. Sein späterer Beruf hatte trotzdem nichts mit Kunst zu tun, er war Techniker. "Heute bin ich Rentner und Witwer in Bremen", erzählt er. 

Mehr Bilder von Otto Hitzegrad finden Sie auch in unserer VIEW Fotocommunity.


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