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Kontakt mit Hunden senkt das Asthmarisiko

Kleinkinder und Hunde - eine gute Kombination? Für die Atemwege offenbar schon: Schwedische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Kinder, die mit einem Hund aufwachsen, seltener an Asthma erkranken.

Ein Baby sitzt mit einem Hund im Partnerlook auf dem Bett

Der regelmäßige Kontakt mit Hunden kann das Risiko eines Kleinkindes später einmal an Asthma zu erkranken, deutlich senken. Noch stärker ist der Effekt bei Kindern, die auf einem Bauernhof aufwachsen.

Sie lernen Verantwortung zu übernehmen, sind naturverbundener und haben einen treuen Freund: Für Kinder kann sich ein Hund im Haus positiv auf die Entwicklung auswirken. Doch sind die Vierbeiner auch gut für die Gesundheit der Kleinen? Schwedische Wissenschaftler haben das erforscht und dafür die Daten von insgesamt über einer Millionen Kinder ausgewertet. Dafür konnten sie auf die  nationalen Gesundheits-Datenbanken zugreifen, ebenso wie auf das Hundehalter-Verzeichnis. In der Vergangenheit hatten ähnliche Studien bereits ergeben, dass das Risiko an Asthma zu erkranken bei Kindern, die auf einem Bauernhof leben um die Hälfte reduziert ist. Und auch für die Kinder mit Hund gibt es gute Nachrichten, sagt Tove Fall,  Epidemiologin an der Universität von Uppsala. "Wir konnten zeigen, dass Kinder, die mit Hunden aufgewachsen sind, 15 Prozent weniger Asthma hatten als Kinder ohne Hund."

 

Bei dieser chronischen Atemwegserkrankung verengen sich die Bronchien und der Patient bekommt nur noch schlecht Luft. Gerade Kinder sind recht häufig betroffen, so schätzt der Deutsche Allergie- und Asthmabund, dass ungefähr jedes siebte Kind in Deutschland an Asthma leidet.  

Der positive Effekt von Hunden im Haushalt sei dabei unabhängig von genetischen Faktoren, dem Wohnort oder sozioökonomischen Status der Familie, sagt Fall in der Fachzeitschrift "JAMA Pediatrics". Die Hintergründe sind allerdings noch unbekannt: Wie genau die Gegenwart eines Hundes einer Erkrankung vorbeugt, wird noch erforscht. Für Eltern mit kleinen Kindern gilt aber: Solange der Nachwuchs keine Tierhaarallergie entwickelt, schadet das Haustier nicht - ganz im Gegenteil.

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