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Ratgeber Haut

22. September 2008, 10:59 Uhr

Lichtschwert für Ärzte

Laser können Haut schneiden wie Messer. Sie können Gewebe verkochen wie Brenneisen. Und sie können Besenreiser verschmurgeln wie ein Lötkolben. Es kommt nur darauf an, mit welchem Licht der Laser arbeitet.

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Unschöne Besenreiser an den Beinen kann der Laser zerstören.© Andreas Lander/Picture-Alliance

Ein Laser ist nichts anderes als gebündeltes Licht. Dieses Lichtschwert setzen Ärzte zu ganz verschiedenen Zwecken ein: Laserstrahlen können Gewebe so stark aufheizen, dass es abstirbt - bei Hautkrankheiten oder Besenreiser-Krampfadern ein erwünschter Effekt. Der Laser eignet sich ebenfalls, um bestimmte Vorstufen von Hautkrebs oder Vorstufen davon zu behandeln.

Auch in der Schönheitsmedizin nutzen Ärzte gebündeltes Licht: Sie können zum Beispiel unschöne, sichtbare Äderchen im Gesicht verschwinden lassen, Narben verschönern, Falten glätten, unerwünschte Haare für immer entfernen oder Besenreiser auslöschen. Für sichtbare Erfolge sind allerdings oft mehrere Behandlungen nötig. Und bis das Ergebnis zu sehen ist, können Monate vergehen.

Laser produzieren sehr energiereiches Licht. Je nach Wellenlänge des Lichts trifft der Hauptteil der Energie die Haut oder tiefer liegende Schichten des Körpers. Manche Laser können zum Beispiel die Oberfläche der Haut Schicht um Schicht abtragen, andere erreichen tiefer gelegene Blutgefäße.

Das Körpergewebe nimmt die Strahlung auf, aber unterschiedlich: Das Wasser in den Zellen reagiert auf die Energie anders als der rote Blutfarbstoff, dieser anders als das Hautpigment Melanin. Diese Unterschiede nutzt die Ärztin aus - so kann sie Teile der Haut ganz gezielt verschmurgeln. Gewebe, das sich nicht erwärmt, bleibt verschont.

Meist müssen Sie Laserbehandlungen selbst zahlen. Nur wenn der Laser medizinisch notwendig ist, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Wird die Methode genutzt, um starke Entstellungen zu korrigieren, zahlen die Krankenkassen im Einzelfall. Diese Kostenerstattung muss beantragt werden.

Expertenmeinung Thomas Diepgen, ärztlicher Direktor der Abteilung klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie des Universitätsklinikums Heidelberg:

Eine Laserbehandlung ist in der Regel eine risiko- und nebenwirkungsarme Methode. Sie kann jedoch eventuell Schmerzen verursachen. Je nach Behandlungsziel ist der Einsatz von Lasern unterschiedlich sinnvoll. Wirksam ist er bei der Entfernung gutartiger Hauttumoren, zum Beispiel bei Feuermalen oder bei aktinischen Keratosen - Vorstufen von Stachelzellkrebs. Allerdings dürfen krebsverdächtige Muttermale niemals gelasert werden!

Zum Lasereinsatz bei Falten gibt es bislang nur wenige aussagekräftige Studien. Bei Narben und Besenreisern fallen die Ergebnisse mäßig positiv aus.

Maren Wernecke
 
 
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