Deutschland hört wieder Schlager

13. Mai 2013, 11:01 Uhr

Dass Beatrice Egli mit Schlagersongs das Finale von "Deutschland sucht den Superstar" gewonnen hat, ist ein weiteres Indiz für einen aktuellen Musiktrend: Der Schlager feiert ein Comeback.

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Deutschland suchte einen Superstar und fand eine Schlagerqueen: Die Schweizerin Beatrice Egli hat das Finale der RTL-Castingshow gewonnen.©

Die Gewinnerin von "Deutschland sucht den Superstar", Beatrice Egli, hat anscheinend von einem Trend zum deutschen Schlager profitiert. In den vergangenen zehn Jahren seien in den deutschen Album-Charts die Schlagerkünstler besonders erfolgreich gewesen, sagt Hans Schmucker vom Marktforschungsunternehmen Media Control. "Es gibt generell einen Trend hin zu deutscher Musik", sagt Schmucker. Das verhelfe auch dem Schlager zu Höhenflügen.

Die 24-jährige Schweizerin Beatrice Egli hatte am Samstag das Finale von "Deutschland sucht den Superstar" auf RTL gewonnen. Bei dem Wettbewerb hatte Egli fast nur deutsche Schlager gesungen.

Schlager-Downloads nehmen zu

In einer Sonderauswertung habe Media Control festgestellt: In den vergangenen zehn Jahren hatte niemand mehr Wochen in den Charts als Andrea Berg. Ihre Alben seien zusammengerechnet 701 Wochen in der Hitliste vertreten gewesen, fasst Schmucker zusammen. Der zweite Platz gehe auch an eine Schlagersängerin: Helene Fischer kommt auf 533 Einzelplatzierungen.

Und hinter Robbie Williams mit 463 Wochen folge wieder ein Schlagerstar, Semino Rossi mit 400 Chartswochen. "2013 standen in 13 von 18 Wochen deutsche oder deutschsprachige Künstler auf Platz 1 der Album-Charts, davon entfallen acht Nummer-1-Wochen auf Schlagerkünstler", erklärt Schmucker mit Blick auf die Statistik.

Der Erfolg sei längst nicht mehr nur auf CD-Käufe zurückzuführen. "Wie in den anderen Genres nehmen die Downloads auch beim Schlager zu", sagt Schmucker. "Andrea Berg hat es 2013 zum Beispiel auf Platz 4 der Album-Download-Charts geschafft, Matthias Reim sogar auf Rang 3." Dennoch erzielten Schlagerinterpreten digital oft nicht ganz so hohe Positionen wie in den offiziellen Top 100 Album-Charts, bei denen sowohl physische als auch digitale Verkäufe die Basis bilden.

juho/DPA
 
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