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18. April 2010, 10:42 Uhr

"Ich dachte, Schreyl hat sich versprochen"

Mehrzad Marashi heißt der frisch gebackene Sieger von "Deutschland sucht den Superstar". Im stern.de-Interview spricht er über den Moment der Entscheidung, seinen Rivalen Menowin Fröhlich und die weitere Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen.

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Der strahlende Gewinner von "DSDS": Mehrzad Marashi© APN

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg bei "DSDS", Herr Marashi. Wie waren Ihre ersten Stunden als "Superstar"?
Anstrengend. Nach der Show ging es sofort mit Presseterminen und Fotoshootings weiter. Ich konnte erst so gegen drei Uhr mal für eine Stunde bei der Aftershow-Party vorbeischauen. Anschließend bin ich mit meiner Frau ins Hotel, und wir haben noch lange darüber geredet, was da gerade mit meinem Leben passiert ist. Geschlafen habe ich keine drei Stunden.

Während der Show sahen Sie nicht sehr optimistisch aus.
Das stimmt. Seit dem Halbfinale war ich krank, auch am Samstagabend war meine Stimme höchstens bei 60 Prozent. Da habe ich mir natürlich Sorgen gemacht, dass es nicht reichen könnte. Als dann bei "Don't believe", dem Siegersong, auch noch mein "In-Ear"-Kopfhörer kaputt ging und ich mich beim Singen nicht hören konnte, dachte ich: Jetzt ist es aus. Jetzt hast du dir dein eigenes Grab geschaufelt. Spring rein, wirf Sand drauf, fertig.

Und dann sagt Marco Schreyl am Ende der Entscheidungsshow auf einmal den Namen Mehrzad Marashi.
Kein Witz: Ich dachte im ersten Moment wirklich, er hat sich versprochen. Auch jetzt noch, einige Stunden später, kann ich es noch nicht so richtig glauben. Ich habe so lange darauf hingearbeitet, von meiner Musik leben zu können. So viele Leute haben mir gesagt: "Du bist fast 30, mach endlich was Vernünftiges" - und nun geht mein Traum in Erfüllung.

Wie groß war die Rivalität zwischen Ihnen und Menowin Fröhlich wirklich?
Das ist in der Sendung natürlich hochgekocht worden. Es war ja nicht so, dass wir uns hassen. Es ist wie in einer Wohngemeinschaft: Anfangs lernt man sich kennen, lacht viel, doch irgendwann kommt der Moment, an dem man merkt, dass es nicht richtig passt. Und bei Menowin habe ich eben gespürt, dass wir sehr unterschiedliche Menschen sind.

Nach dem Finale haben Sie Ihren Konkurrenten in den Arm genommen. Was haben Sie ihm da zugeflüstert?
Ich habe ihm gesagt, dass alles, was in der Show war, nun vergessen ist. Ich wollte nicht, dass wir uns als Feinde trennen und auf die andere Straßenseite wechseln, wenn wir uns mal wieder begegnen. Ich habe ihm gesagt, dass ich sehr viel Respekt vor ihm als Musiker habe und ihm viel Glück für die Zukunft wünsche.

Wie viel haben Sie von seinem Lebensstil mitbekommen?
Nicht viel, er war ja schon vor Wochen aus dem Loft ausgezogen. Das meiste habe ich daher auch nur aus der Presse erfahren.

Bei der Halbfinal-Show haben Sie Ihrer Freundin Denise öffentlich einen Heiratsantrag gemacht. Mussten Sie vorher darüber lange nachdenken?
Ich habe beim Einzug in den Recall gesagt: Schaffe ich es bis ins Halbfinale, mache ich ihr den Antrag. Und so war es denn ja auch. Ein Mann hält natürlich sein Wort. (lacht)

Es wirkte schon sehr inszeniert.
Wenn ich das für die Schlagzeile gemacht hätte, hätte ich dicker aufgetragen. Mir wurde ja angeboten, dass wir den Antrag mit Special Effects machen und das Licht runterdimmen. Aber ich wollte es nicht so schnulzig machen. Also bin ich nach meinem Auftritt runter von der Bühne, habe Denise den Ring gegeben und fertig aus. Es war ein Liebesbeweis, mehr nicht.

Wie verstehen Sie sich mit Dieter Bohlen?
Gut, ich habe ihn inzwischen von einer ganz anderen Seite kennen gelernt. Wenn man mit ihm arbeitet, merkt man erst, wie lustig er wirklich ist. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

Keine Angst vor künstlerischen Differenzen? Bohlens seichte Titel sind ja berüchtigt.
Das wird schon passen. Ich denke, dass er auf mich eingehen wird, und wir gemeinsam den Weg finden werden, der am besten für mich ist.

Interview: Björn Erichsen
 
 
KOMMENTARE (10 von 21)
 
Trallallaa (19.04.2010, 12:12 Uhr)
pssst....
Einfach nicht gucken
Einfach nicht gucken
Einfach nicht gucken
Einfach nicht gucken
Einfach nicht gucken
Sonnenschein25 (19.04.2010, 11:34 Uhr)
Die Kandidaten sind RTL- und Bohlenmarionetten
Wenn ich mir den Verlauf inklusive Skandale der gestrigen Staffel von DSDS Revue passieren lasse dann frage ich mich ernsthaft, warum Eltern und Freunde ihre Liebsten dort mitmachen lassen und diese nicht davon abhalten, zu den Castings zu rennen! Denn A: hat noch kein Gewinner von DSDS langfristig Erfolg im Musikbiz verbuchen können und B: die "Bild" garantiert alles noch so Unwichtige aus dem Leben der letzten 10 Kandidaten der Staffel herausfindet und dem deutschen Volk unter die Nase reibt. Spätestens ab Beginn der Mottoshows steht im Hintergrund der Gewinner schon fest und Bohlen bastelt schon am 0/8/15-Siegersong. Derweil laufen auf RTL und "Bild" die Hetzkampagnen an und die Kiddies füllen bereitwillig per SMS den RTL- und Bohlensäckel. Und tatsächlich gibt es Gewinner: der Sender und der ewig grinsende Produzent. Auf der Strecke bleiben die Marionetten des Kasperltheaters, im Volksmund "Kandidaten" und Kurzzeitpromis genannt. Armes Deutschland, arme Selbstdarsteller!
Countryjoe (19.04.2010, 10:59 Uhr)
Noch mal gutgegangen
Der Sieger Marashi taugt auf jedenfall mehr als Vorbild als der von Bohlen favorisierte Unsympat. Trotzdem halte ich die Borschaft dieser und anderer Sendungen für Bedenklich. Jugendliche sollten sich lieber um eine vernünftige Ausbildung kümmern, als Träumen von falschem Ruhm nachzuhängen.
Alex197105 (19.04.2010, 10:46 Uhr)
Schade für Menowin,
dass es für ihn doch nicht gereicht hat!
Er und nicht Mehrzad wäre eine echte Bereicherung deutscher Szene. Deutschland kann aus meiner Sicht durchaus einen eigenen Justin Timberlake gut gebrauchen! Aber mit eigenen, schönen Fassetten! Das wäre wirklich toll! So was gibt es hierzulande gar nicht!
Mehrzad ist zwar ein guter Sänger, aber ohne Pepp! Er kann im besten Fall als zweiter Xavier Naidoo fungieren, und nicht mehr...
Schade, schade!
Fesche_Lola (19.04.2010, 09:32 Uhr)
Menowin ist ein schlechter Verlierer
Ich habe nur das Finale gesehen, aber allein daran, dass Menowin nicht mal dem Sieger gratuliert hat (Merzahd ist irgentwann zu Menowin gegangen, um ihn zu trösten) konnte ich erkennen, dass der Richtige gewonnen hat. Ansonsten sind mir beide relativ egal.
tri.star (19.04.2010, 09:08 Uhr)
noch eine Eintagsfliege mehr
Bohlen wird ihn schnell auslutschen und dann wegwerfen. Die nächste Staffel von DSDS wird doch schon vorbereitet und spätestens dann darf der alte Sieger nicht mehr in den Medien präsent sein. Genauso wird es dem Raab-Sternchen ergehen, wenn sie in Oslo gescheitert ist.
Kritiker (19.04.2010, 07:28 Uhr)
Endlich vorbei !
... das kann man nun mit Fug und Recht sagen.
Hr. Fröhlich soll bitteschön jetzt dahin wieder verschwinden, wo er herkam. Er hat nichts im Showbizz verloren. Es stellt sich klar die Frage, in wie weit Hr. Bohlen Einfluß auf das Gesamtgeschehen DSDS hat, denn ohne seinen Gönner, wäre Hr. Fröhlich viel eher wieder in der Versenkung verschwunden, siehe Matlock, der gewann und trällert nur abgewrackte Bohlenetitüden vor sich hin, nichts eigenes, also immer abhängig von dessen Gunst. Ein Küblböck überlebte auch nur solange in seiner Staffel, weil Hr. Bohlen "ihn lustig" fand, also Können selbst war nicht von Interesse, denn diese Quäke kann und wird nie singen können, wie ein Hr. Fröhlich.
Das Grundkonzept "DSDS" ist ja eigentlich interessant, da sich Millionen von Zuschauern dem modernen Gladiatorentum hingeben, ohne selbst zu merken, wie sie abgezockt und ausgenutzt werden, genial kann ich nur sagen.
Licorice (19.04.2010, 01:40 Uhr)
Was haben alle DSDS-Sieger gemein?
Vielleicht brachte DSDS (genau wie Herr Raab) keinen wirklichen Superstar hervor, doch die bisherigen "Superstars" sind allesamt vorzeigbare Menschen, für die man sich nicht schämen braucht und die immer bescheiden, sympathisch und ernsthaft auftraten - ganz im Gegensatz zu Menowin, der diese Linie gebrochen hätte.
alaun33 (18.04.2010, 21:57 Uhr)
Gut so!
Der Richtige Kandidat hat gewonnen. Er ist ruhig und besonnen und kommt viel seriöser rüber. Menowin ist zu labil und hat eine etwas dubiose Ausstrahlung.
Licorice (18.04.2010, 21:48 Uhr)
Siegerlied
Das Siegerlied ?Don't believe (what they tell about me)? wurde nicht für Menowin geschrieben, sondern als zweite Single für Daniel Schuhmacher, der es jedoch letztes Jahr ablehnte.
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