Die neue „DSDS“-Jurorin Isi Glück gehört zu den festen Größen am Ballermann. Doch ihren Durchbruch auf Mallorca musste sich die Schlagersängerin hart erarbeiten.
Isi Glück ist nicht mehr vom Ballermann wegzudenken. Die Schlagersängerin hat eine steile Karriere hingelegt. Mit ihrem Debütalbum „Alles Isi“ schaffte sie es als erste deutsche Partyschlager-Künstlerin auf Platz eins der Charts. Mit Songs wie „Delfin“ und „Oberteil“ lieferte sie immer wieder Party-Ohrwürmer. Aktuell sitzt sie in der 22. Staffel „Deutschland sucht den Superstar“ mit Pop-Titan Dieter Bohlen und Rapper Bushido in der Jury. Dabei hatte Isi Glück eine Karriere als Sängerin überhaupt nicht auf dem Plan.
Isi Glück war einst „Miss Germany“
Stattdessen versuchte sich die Künstlerin, die mit bürgerlichem Namen Isabel Glück heißt und aus Elmshorn stammt, in mehreren anderen Berufen: Sie machte eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau, wurde dann Versicherungskauffrau und schließlich Fernsehredakteurin. „Ich hatte immer nach zwei Jahren keine Lust mehr und wollte was anderes machen“, erklärte sie 2022 im Gespräch mit „t-online“. 2012 wurde Isi Glück zur „Miss Germany“ gekürt. Danach sollte sie mehrere Miss-Wahlen auf Mallorca moderieren. Bei ihren Besuchen vor Ort habe sie Einblicke hinter die Kulissen des Ballermann-Geschäfts bekommen und sei beeindruckt gewesen von der professionellen Organisation, berichtete sie im Dezember in der NDR Talk Show.
Um Haare, Make-up und ihr Outfit kümmert sich Isi Glück überwiegend selbst
Sie beschloss, ihren Job als festangestellte Redakteurin zu kündigen und auf Mallorca ihr Glück zu versuchen. Davon hätten ihr nahezu alle Menschen aus ihrem Umfeld abgeraten – außer ihrer Familie, die schon immer hinter ihr gestanden habe. 2017 trat die Sängerin erstmals am Ballermann auf – und musste realisieren, „dass ich da in einem krassen Haifischbecken gelandet bin“, erzählte sie in einer RTL-Doku.
Damals war die Schlagerszene von männlichen Künstlern dominiert. Als Frau sei man nicht ernstgenommen worden „und es war wirklich schwer, auf der Bühne zu bestehen“, gestand sie im Gespräch mit dem TV-Portal „Wunschliste“. Hinzu kam der Konkurrenzkampf unter den Frauen, die damals schon Erfolg am Ballermann hatten. Ihr seien so einige Steine in den Weg gelegt worden.
Wie das konkret ausgesehen hat, erläuterte sie in ihrer RTL-Doku: Auftritte wurden sabotiert, Songs nicht gespielt. „Künstlerkollegen wurden auch so ein bisschen vor die Wahl gestellt: Entweder du bist cool mit ihr oder du bist cool mit mir.“ Mit den meisten Kolleginnen verstehe sie sich heutzutage aber sehr gut, betonte die Sängerin. Auch die Frauen im Publikum haben es ihr nicht leicht gemacht: „Das Schwierigste für uns Mädels ist, die anderen Mädels zu überzeugen“, sagte die „DSDS“-Jurorin im „t-online“-Gespräch. Aber: Wenn man den Durchbruch geschafft und beim Publikum Sympathie geweckt habe, werde man von der Menge „auf Händen getragen“. Bei Isi Glück ging das relativ schnell: Schon am Ende ihres ersten Ballermann-Jahres habe sie sich sehr wohlgefühlt.
Man müsse den Feiernden vermitteln, dass man Spaß an der Sache habe, erläuterte die Künstlerin im Gespräch mit „Wunschliste“. Erst dann könne man das Publikum mitreißen. Die Ausstrahlung sei ihrer Meinung nach entscheidender als die Stimme: „Ich bin nicht die beste Sängerin oder Musikerin. Das ist nicht der Hauptfokus in meinem Job, sondern Entertainment.“ Entertainment muss die Schlagersängerin das ganze Jahr über liefern: Nach der Mallorca-Saison steht das Oktoberfest auf dem Plan, dann Après-Ski und Karneval, bevor es wieder nach Mallorca geht.
Viele Reisen, kaum Pausen
In der Hochsaison stehen drei bis vier Auftritte am Tag an. „Die meisten unterschätzen diesen Job“, betonte Isi Glück in der NDR Talk Show. Kräftezehrend seien vor allem die vielen Reisen, berichtete sie auch im Gespräch mit „Wunschliste“. Teilweise lege man an einem Wochenende tausende Kilometer mit dem Auto zurück. Damit einher gingen oft schlaflose Nächte und ungesundes Essen. Die Zeit auf den Fahrten nutze sie außerdem für das Pflegen ihrer Social-Media-Profile. Auf Instagram gibt sie ihren Fans fast täglich Einblicke in ihr Leben.
Ein freier Tag zwischen all den Auftritten ist selten. Da ihre Auftritte oft am Wochenende stattfinden, müsse sie Einladungen zu Geburtstagen oder Hochzeiten oft ausschlagen und Abstriche im Privatleben machen, erzählte sie 2023 bei „Stern TV“. Spaß hat die Sängerin trotzdem, sowohl auf der Bühne als auch im Tonstudio.
Trotz Termin-Stress genießt die Schlagersängerin jeden Moment auf der Bühne. „Es ist ein sehr privilegiertes Leben“, sagt sie im Interview mit „Wunschliste“
Wenn sie mit ihrem Team an neuen Songs arbeitet, „fließt vielleicht auch mal das ein oder andere Bierchen“, berichtete sie in der NDR Talk Show. Denn die Texte können „gar nicht bescheuert und bekloppt genug sein.“ Ob aus einem Lied ein Erfolg wird, könne sie nicht vorhersagen. Allerdings schicke sie die fertigen Tracks immer ihrem Bruder zu. Dieser habe das beste Gespür für mögliche Hits.
Immer wieder versucht Isi Glück mit den Klischees rund um die Schlagerszene aufzuräumen. Etwa, dass man den ganzen Tag nur feiern und trinken würde. „Man muss Herr seiner Sinne sein, wenn man erfolgreich auf der Bühne sein will“, stellt sie klar. Wenn man immer betrunken sei, könne man den Job nicht lange durchhalten. In der NDR Talk Show verriet sie auch, dass man „sehr viel Geld“ am Ballermann machen könne.
Spaß ist ihre oberste Priorität
Über ihre Finanzen hat die Rundfunkanstalt sogar eine eigenen Doku gedreht. Darin verrät Isi Glück, dass ihre Gagen pro Auftritt inzwischen im fünfstelligen Bereich liegen. Der Verdienst sei ein schöner Nebeneffekt, der Spaß stehe immer an erster Stelle. Spaß hatte sie 2024 auch an ihrer Teilnahme am „Kampf der Realitystars“, wie sie gegenüber „Wunschliste“ verriet.
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Weitere Auftritte im Reality-TV schließt sie nicht aus. Formate rund um Dating würden aber ausscheiden. Denn die Künstlerin ist seit 2019 mit Carlos Lucio, dem Ex-Direktor des mallorquinischen Megapark, verheiratet. Die beiden lernten sich 2017 kennen und ließen ihre Vermählung von einem Kamerateam begleiten. Die Eheschließung war bei „Goodbye Deutschland“ zu sehen. Ihr Mann hat den Megapark inzwischen verlassen und betreibt mehrere Lokale auf Mallorca. Dass er die Branche kennt, sei ein Vorteil. „In diesem Job braucht man einen Partner, der entspannt ist“, so Isi Glück im Gespräch mit „Wunschliste“. Man müsse sich vertrauen, damit keine Eifersucht aufkomme.
Als man sie für „Deutschland sucht den Superstar“ angefragt habe, sei sie sofort positiv gestimmt gewesen. Ihr Bauchgefühl habe sich bei den Dreharbeiten bewahrheitet. Obwohl sie und ihre Mit-Juroren aus völlig unterschiedlichen Genres kommen, habe man als Team bestens harmoniert. „Wir haben viel miteinander gelacht und auch viel auch diskutiert“, erzählte die Künstlerin im „Wunschliste“-Gespräch. Die drei seien immer auf respektvolle Art miteinander umgegangen. Bei einigen Kandidaten sei sie auch emotional geworden, gestand die Schlagersängerin gegenüber der Nachrichtenagentur Spot on News. Das ein oder andere Mal seien sogar Tränen geflossen.
Die Castings und der Recall sind bereits abgedreht, die „DSDS“-Juroren trifft sich persönlich erst in den Live-Shows wieder
Isi Glück hofft, dass ihr noch viele Jahre am Ballermann bevorstehen. „Ich kann mir diesen Beruf sogar noch die nächsten 20 Jahre vorstellen“, sagte sie gegenüber „t-online“. Über die Zukunft macht sie sich wenig Sorgen. Denn sie ist überzeugt: „Alles kommt so, wie es kommen soll.“
„Deutschland sucht den Superstar“ läuft seit dem 4. April immer samstags und dienstags um 20.15 Uhr bei RTL und auf RTL+.
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