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Versicherungs-Affäre um ARD-Moderator Frank Plasberg

Die Firma von Moderator Frank Plasberg hat angeblich im Namen seiner ARD-Talkshow "Hart aber fair" zu einer Veranstaltung der Versicherungs-Lobby eingeladen, die Plasbergs Frau Anne moderieren soll.

  Frank Plasberg und seine Frau Anne Gesthuysen beim Emmy Award in Köln: Die Veranstaltung der Versicherungs-Lobby, zu der Plasbergs Firma eingeladen hat, wird von seiner Frau moderiert

Frank Plasberg und seine Frau Anne Gesthuysen beim Emmy Award in Köln: Die Veranstaltung der Versicherungs-Lobby, zu der Plasbergs Firma eingeladen hat, wird von seiner Frau moderiert

ARD-Moderator Frank Plasberg ("Hart aber fair") ist nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" in eine Lobby-Affäre verwickelt. Plasbergs Firma Ansager & Schnipselmann, die die Talkshow "Hart aber fair" produziert, hat Gäste zu einer Veranstaltung der Versicherungslobby eingeladen. In den Briefen wird zudem mit der "bekannten ARD-Moderatorin Anne Gesthuysen" geworben, die mit Plasberg verheiratet ist. 

Unterzeichnet sind die Einladungsschreiben vom Chef vom Dienst der Redaktion "Hart aber fair". Der WDR hat das Vorgehen der Plasberg-Firma gegenüber "BamS" kritisiert: "Der WDR hat Ansager & Schnipselmann darauf hingewiesen, dass dies nicht zulässig ist und künftig zu unterbleiben hat." 

Für die Jahrestagung des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im November in Berlin hat die Plasberg-Firma diverse Persönlichkeiten kontaktiert, darunter den Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). Laut eines GDV-Sprechers gehöre zum Auftrag auch die Produktion eines Themenfilmes. Zur Höhe des Honorars wollte er keine Angaben machen.

Medienanwalt: "Talkshow-Stars können machen, was sie wollen"

Der Kölner Medien-Professor Hektor Haarkötter ist laut "BamS"-Bericht entsetzt über den Vorgang: "Im Namen einer bekannten ARD-Sendung werden hier Gäste für eine Lobby-Veranstaltung der Versicherungsbranche geködert." Das sei eine "komplette Vermischung von Redaktions- und Lobby-Arbeit, nur damit sich Herr Plasberg die Taschen vollmacht." Eine Rüge vom WDR reiche Haarkötter bei weitem nicht aus: "Hier muss geprüft werden, ob ein Verstoß gegen das WDR-Gesetz vorliegt." Der Medienanwalt kritisiert, dass bekannte Talkshows wie "Hart aber fair" oder "Günther Jauch" an Produktionsfirmen der Stars ausgelagert werden: "Damit entziehen sich die Talkshow-Stars einer öffentlichen Kontrolle durch die ARD-Gremien und können machen, was sie wollen."

Auf "BamS"-Anfrage wollte sich Plasberg nicht äußern. Sein Co-Geschäftsführer Jürgen Schulte erklärte: "In der langen 'Hart aber fair'-Sommerpause werden auch Mitarbeiter dieser Redaktion eingesetzt, um andere Produktionen zu unterstützen."

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