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Die westliche Welt lacht im Kino über den verrückten Pseudo-Kasachen Borat. Da kann man sich schon mal fragen, warum es ähnlich entlarvende Radikalität nicht im deutschen Humor gibt - die Medien-Kolumne auf stern.de, ab jetzt jeden Dienstag.
Einmal im Jahr ist nicht genug: Bei RTL versucht sich Oliver Geissen seit Neuestem an einem wöchentlichen Rückblick. Doch anstatt die Ereignisse der vergangenen Tage unterhaltsam aufzuarbeiten, war "Die Show der Woche" bloß eine Ansammlung belangloser Kuriositäten.
Bekannt geworden ist Kaya Yanar mit seiner Sendung "Was guckst du?!", bei der er nahezu jedes Klischee über Türken und andere Nationalitäten aufs Korn nahm. Der 34-Jährige Frankfurter mit arabisch-türkischer Abstammung gilt als Schlüsselfigur und Wegbereiter der sogenannten "Ethno-Comedy". In diesem Interview spricht er über Integration, Assimilation und C omedy.
Beim Prominenten-"Wer wird Millionär" räumte Anke Engelke einen höheren Gewinn ab als alle ihre männlichen Kollegen zusammen und lieferte sich mit Moderator Günther Jauch einen munteren Schlagabtausch. Kaya Yanar flirtete derweil lieber mit Frank Plasbergs Tochter im Publikum.
Regisseur Fatih Akin und Schauspieler Birol Ünel über ihren Film "Gegen die Wand", Porno-Schlagzeilen, Rassismus und vergoldete Scheiße.
Am Freitagabend wird der Deutsche Comedypreis verliehen. Doch die stern.de-Leser haben ihren Lieblings-Witzbold längst gewählt. Sie mögen es traditionell, schlampig und ein bisschen intellektueller. Und Oliver Pocher hat ein Problem namens Stoiber.
Thomas Godoj festigt seinen Favoritenstatus, Darling Rania darf bleiben, Will-Smith-Lookalike muss gehen: Allmählich gewinnt das "DSDS"-Kandidatenfeld Kontur, und die Songs dominieren über die Jury-Sprüche. Schmachtballaden stehen an, Bohlens despektierliche Sprüche bleiben, und Schreyl ist unerträglich.
Während in der Gesellschaft die Idee vom Multi-Kulti-Zusammenleben als naiver Glaube gegeißelt wird, hat sie in den Medien Hochkonjunktur. Der Störfaktor dabei: die permanente Verwechselung von Journalismus und Pädagogik.
Der SAT.1-Zyniker erhält den Preis zum zweiten Mal in Folge. Als beste Schauspieler wurden Corinna Harfouch und Matthias Habich ausgezeichnet.
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung fordert: Zuwanderer sollten im deutschen Fernsehen präsenter sein. stern-Redakteur Alexander Kühn sagt: Der Vorschlag geht in die richtige Richtung - aber nicht weit genug.
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