Jetzt hat Fernseh-Deutschland einen Superstar mehr. Daniel Schuhmacher will versuchen, es besser zu machen als die meisten seiner Vorgänger. Warum er keine Angst vor einem Misserfolg hat, wieso er erst seit DSDS weinen kann und was er sich von Dieter Bohlen erhofft, verrät er im stern.de-Interview.

Große Pose, große Ziele: Deutschlands neuer Superstar Daniel Schuhmacher möchte gerne Dieter Bohlens Freund werden© Rolf Vennenbernd/DPA
Die Nacht war auf jeden Fall kurz. Ich habe bis halb sechs Uhr morgens auf der Aftershow-Party gefeiert.
Ich wollte einfach mit den ganzen Crew-Mitgliedern und Kandidaten feiern, weil sie wochenlang so eine tolle Arbeit vor und hinter der Bühne geleistet haben. Die Vocal-Coaches, die Band...
Natürlich hat sich gestern auf der Party alles um mich gedreht. Das ist für mich ein neues Gefühl. Aber auch sehr schön. Ich habe mich einfach mal feiern lassen. Den Tag werde ich nie in meinem Leben vergessen.
Ich denke schon. Mir war ja schon vor der Show bewusst, was auf mich zukommt, dass ich jetzt auf vieles auch verzichten muss. Aber das ist egal. Ich will jetzt einfach meinen Traum leben, meine Musik machen.
Das komische ist: Vor DSDS habe ich nie geheult. Ich war steinhart und konnte nie aus mir raus und weinen. Jetzt bin ich stolz darauf, dass ich meine Gefühle zeigen kann. Das waren ja beim Finale ehrliche Tränen. Sarah und ich haben in der bewegenden Zeit öfter geweint. Ich finde das nicht schlimm.
Es war einfach eine intensive, emotionale Zeit.
Ich weiß ja, wer ich bin. Das ist das Wichtigste. Außerdem stehen meine Eltern hinter mir. Nur weil ich öfter weine, heißt es nicht, dass ich nicht hart genug bin für einen Superstar. DSDS war eine gute Schule für das, was danach kommt.
Ich finde diese aufgesetzten Images ganz schlimm. Jeder ist doch das, was aus ihm herauskommt. Einen Mark Medlock hätte man nie ändern können. Annemarie hat selbst dazu beigetragen, wie man sie von außen wahrgenommen hat. Ich will versuchen, einfach ich zu bleiben. Manchmal bin ich sensibel und nachdenklich, ich bin aber auch oft durchgeknallt und aufgedreht. Ich bin ich und mein Image ist mir nicht wichtig.
Es wurde schon etwas zu viel thematisiert. Aber es war nun mal so, dass ich gemobbt wurde. Deswegen habe ich's erzählt. Dass es dann so oft im Fernsehen gezeigt wurde, war für die Zuschauer vielleicht ein bisschen zu viel.
Klar macht man sich da Gedanken. Aber davon will ich mich jetzt nicht ablenken lassen. Ich will jetzt mein Bestes geben und kämpfen. Ich will ein schönes Album machen, in das ich meine ganzen Emotionen stecke. Was danach kommt, kann ich nicht ändern.
Ich falle nicht aus allen Wolken, wenn's nicht klappt. Ich habe eine Ausbildung als Industriekaufmann. Aber ich will da jetzt auch gar nicht daran denken, dass es nicht klappen könnte. Ich konzentriere mich jetzt auf das, was kommt.
Ich hoffe der wird noch intensiver. Sarah und ich durften ihn letzte Woche bei stern TV treffen. Da haben wir ein bisschen mit ihm in der Maske geredet. Das war sehr witzig...
Wir haben uns nur samstags vor der Show gesehen. Da gab es aber nur Smalltalk mit allen Kandidaten. Er hat ja auch viel zu tun. Da kann er ja nicht die ganze Woche mit uns in der DSDS-Villa rumhängen und "Wii" spielen.
Es gibt Songs, die ich richtig gut finde und Songs, die mir nicht so gefallen.
Ich glaube nicht, dass die Leute da draußen sich so stark beeinflussen lassen. Die Zuschauer wollen berührt werden. Dann ist es auch egal, was ein Dieter Bohlen sagt.
Das wäre schon cool. Ich würde mich freuen.