3. August 2012, 19:16 Uhr

Der Kopfsalat von der Rollbahn

Ob auf dem Hausdach oder im Hinterhof: Immer mehr Menschen bauen mitten in der Stadt Gemüse, Obst und Blumen an. Urban Gardening nennt sich der Trend, der mehr ist als eine sozialromantische Idee.

Jetzt bewerten
0 Bewertungen

Das Video im Wortlaut: Mit Lauben-Pieper-Kolonie hat das hier nichts zu tun: Sogenannte „Urban Gardener“ erobern sich die neuen Freiräume auf Dächern oder Brachflächen, wie etwa dem ehemaligen Flugfeld in Berlin-Tempelhof. Mehr...

Das Erfolgsrezept der Bewegung liegt irgendwo zwischen Lebenslust, Selbstversorger-Romantik und Gesellschaftskritik. O-Ton: Michael Lissek, Urban Gardener: „Hier wird sozusagen Zukunft, Krise und Ökologie auf eine lässige und wunderbare Weise verhandelt. Wenn wir beginnen unsere Nahrungsmittel anzubauen, beginnen wir uns automatisch zu fragen, warum ist das eigentlich in den Discountern so billig? Und dann kommen wir zu der Antwort, naj a, wieviel verdient denn ein afrikanischer Wanderarbeiter in Spanien, na ja, warum gibt es denn da Exportsubventionen, dass das Zeug hier rüberkommt und unser Brandenburger Zeug nach Holland gefahren wird, warum ist das eigentlich alles so?" Der „Urban Gardener“ erntet am liebsten gleich selbst vom gemeinsamen Gemüsegarten. In den Prinzessinengärten in Berlin-Kreuzberg werden Gastronomie und Garten parallel betrieben. O-Ton: Marco Clausen, Prinzessinnengärten: „Wir haben zwar am Anfang angefangen mit kurzfristigen Mietverträgen, weil uns niemand geglaubt hat, dass das funktioniert. Inzwischen haben wir aber Besucher aus der ganzen Welt, auch Fachleute, die uns sagen, das ist nicht nur eine sozialromantische Idee, sondern hat auch stadtentwicklungspolitische Bedeutung." Rund 1.200 Freiwillige engagieren sich laut dem Verein allein für dieses Projekt. Die Pflanzungen sind übrigens mobil angelegt, um notfalls auch einen Umzug in der Stadt zu überstehen. Schließlich läuft der Zwischennutzungsvertrag für das Gelände im Herbst 2013 aus. Schließen

Mehr Videos:

E-Mail

Haben Sie Fragen, Wünsche oder Kritik bezüglich unseres WebTV-Angebots? Dann schreiben Sie uns doch bitte eine Mail.

FAQ

Haben Sie Probleme beim Empfang unserer Videos? Unsere FAQ-Liste beantwortet die wichtigsten Fragen.



RSSVideos als RSS abonnieren
MEHR ZUM ARTIKEL
Green Investments Die Tücken von nachhaltigen Geldanlagen

Nachhaltig Geld anlegen klingt gut und liegt voll im Trend. Dabei ist es gar nicht so einfach. Schon darüber, was das eigentlich heißen soll, lässt sich diskutieren. Und eine sichere Bank sind "grüne" Investments auch nicht automatisch.

Alle Videos