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8. Februar 2006, 12:15 Uhr
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Die Rache der Supermodels

Sie wollen sich den Spaß nicht verderben lassen und schlagen zurück: Mit einem offenen Brief wehren sich die zwölf Möchtegern-Supermodels der Heidi Klum-Show gegen Magersuchtvorwürfe.

Wollen nicht zu dünn sein: die Supermodel-Kandidatinnen der ProSieben-Show "Germany's next topmodel"© DPA

Sind wir zu dünn?" fragen zwölf treublickende Mädchen die Leser heutiger Tageszeitungen und recken dabei ihre Busen in die Kamera. Die hübsch Zurechtgemachten sind Aspirantinnen auf den Titel "Germany's next topmodel" und verteidigen sich mit einer ganzseitigen Anzeige gegen Hunger-Vorwürfe und Magersucht-Schlagzeilen.

"Wir haben eine geile Zeit" bekräftigen Heidi Klums Model-Kandidatinnen in einem offenen Brief, der in fast allen großen deutschen Zeitungen erschienen ist. "Um es klar zu sagen: Bei den Dreharbeiten muss niemand hungern", steht in der Mitteilung, den die zwölf verbliebenen Kandidatinnen mit ihren Vornamen unterschrieben haben. Lediglich in der "Bild"-Zeitung, die groß auf der Titelseite über die Hunger-Debatte berichtete, schaltete ProSieben die Anzeige nicht.

Weder Super- noch Dschungel-Star gesucht

Angaben über die Kosten der Anzeigen-Aktion in mehr als zwei Dutzend Zeitungen machte ProSieben-Sprecher Christoph Körfer am Mittwoch nicht. Der Text des offenen Briefes sei in vielen Gesprächen mit den Kandidatinnen entstanden, sagte er. "Wir machen hier nicht den Superstar und auch nicht den Dschungel. Aber die Berichterstattung wirkt zum Teil so, als täten wir das", sagte Körfer.

Die Model-Aspirantinnen selbst schreiben, sie erlebten gerade ein großes Abenteuer. "Das Einzige, was diesen Spaß gerade vermiest, sind völlig konstruierte Geschichten, die nichts mit dem zu tun haben, was wir erleben und erlebt haben", heißt es in dem Brief, der unter Bikini-Fotos der jungen Frauen vor Skyline-Kulisse mit der Dachzeile "Sind wir zu dünn?" abgedruckt wird.

Am Konzept der Sendung "Germany’s next Topmodel" werde nichts geändert, sagte Körfer. Die Entscheidung, die letzten drei Folgen um jeweils eine Stunde zu verlängern, habe nichts mit der derzeitigen Debatte und den Negativschlagzeilen zu tun. "Wir sind sehr zufrieden mit der Zuschauerresonanz und den Quoten", sagte Körfer. Dies habe zur Ausweitung der Sendezeit geführt. Die ersten beiden Ausgaben hatten jeweils 2,7 Millionen Zuschauer.

DPA/pie
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