Erika25

Wie kann jemand pleite gehen, der sein Geld schon hat?

FlexStrom, Löwnenzahn und Co sind pleite, weil angeblich Kundenfordungen von 100 Millionen € ausstehen.

Wie ist dies möglich, wenn mit Vorauskasse gezahlt wird?


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ANTWORTEN (6)
15.04.2013, 11:25 Uhr
 
Eichenlaub

Nur weil die mit Vorkasse gezahlt haben heißt das doch noch lange nicht, dass die selbst alle ihre Kunden auf Vorkasse haben, stimmts? So versteht sich zumindest deine Frage...

Unabhängig davon können es mehrere Gründe sein, die einen Pleite gehen lassen. Stetige PRivatentnahmen seitens der Geschäftsführung, Fehlkalkulationen/-investitionen, die Kunden von denen gehen pleite (dadurch Forderungsausfall) usw usw

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15.04.2013, 14:43 Uhr
 
miele

Indem er die Einnahmen an anderer Stelle ausgibt oder verbucht und dadurch die noch vorhandenene Mittel nicht mehr ausreichen, um den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten.

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26.04.2013, 16:05 Uhr
 
genau

Wenn 100 Mio ausstehen, dann bedeutet das, dass die Leute 100 Mio nicht bezahlt haben. Das ist ein Problem.

Ansonsten gilt der Grundsatz: Wenn ein Loch im Eimer ist, dann läuft eventuell unten mehr heraus als oben hineinkommt. Irgendwann haben die Leute zwar hineingeschüttet - aber der Eimer ist trotzdem leer. Auch das ist ein Problem.

Trübe traurig, aber wohl leider wahr.

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01.05.2013, 10:46 Uhr
 
emma129

Diese Firmen leben ja alle von Fremdkapital. Und im Vergleich zum Umsatz sind die 100 Mios warscheinlich auch gar nicht so viel. Nur wenn der Anteil am Fremdkapital größer wird im Verhältnis zum gesamptkapital und Lieferanten Banken etc Ihre Verbindlichkeiten einfordern wird ein Insolvenzantrag gestellt

Außerdem weiß ich nicht ob beispielsweise die gewerblichen Kunden tatsächlich nur über Vorkasse beliefert werden

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04.05.2013, 12:32 Uhr
 
StechusKaktus

Generell bist du gesetzlich verpfichtet, entweder bei Zahlungsunfähigkeit oder bei Überschuldung Insolvenz zu beantragen. Ansonsten droht Knast wegen Insolvenzverschleppung. Ohne die genauen Hintergründe zu kennen erinnert mich die Pleite an teldafax, die ja auch von Vorkasse gelebt haben. Offensichtlich wurden dort die gezahlten Gelder nicht in erster Linie zur Bezahlung der Stromlieferanten verwendet, sondern das Management hat sich ein schönes Leben gemacht. Könnte hier so ähnlich sein. Für dich spricht, dass du davon ausgehst, mit den eingehenden Mittel erst einmal die Gläubiger zu bezahlen. Ist leider häufig nicht so. Wenn du gute Nerven hast, kannst du in diesem Land lange und gut von Verschwendung/Betrug leben.(ohne flexstrom Betrug zu unterstellen)

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04.05.2013, 12:43 Uhr
 
ing793

der Fragesteller wollte nach meinem Verständnis wissen, wie Kundenforderungen überhaupt entstehen können, wenn das Unternehmen Vorkasse nimmt.

Am Beginndes Vertragsverhältnisses zahlt der Kunde für ein Jahr im Voraus. Der Strom wird geliefert und am Ende des ersten Jahres schickt der Anbieter die nächste Rechnung für das Folgejahr (das ebenfalls wieder im Voraus bezahlt werden soll). Diese Folgerechnung wurde von vielen nicht bezahlt (weil abzusehen war, dass die Pleite vor der Tür steht). So kommen dann "offene Kundenforderungen" zustande.

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