Eine russische Fliegerbombe hält Berlin in Atem. Der Hauptbahnhof und umliegende Wohngebiete wurden evakuiert, Bahnhof und Straßen gesperrt. Am Mittag nahmen die Entschärfer ihre Arbeit auf.
Jörg Neumann vom Kampfmittelräumdienst mit der Weltkriegsbombe, die er gerade entschärft hat. Der russische Sprengsatz hielt Berlin in Atem und wirbelte den Fahrplan der Deutschen Bahn mächtig durcheinander. Der Blindgänger war schon am Dienstag bei Bauarbeiten unweit des Hauptbahnhofs freigelegt worden.
Im Laufe des Mittwochs entschieden sich die Experten für die Entschärfung des 100 Kilo schweren Sprengsatzes. Rund 50 Züge mussten deswegen umgeleitet werden; einige tausend Bahn-Reisende wurden ausgebremst. Auch der Verkehr auf umliegenden Straßen und auf Wasserwegen wurde gestoppt. Der Flugverkehr wurde durch die Entschärfung ebenfalls beeinträchtigt. Aus Sicherheitsgründen durften von Tegel ein halbe Stunde lang keine Maschinen aufsteigen.