Literatur
Konstantin Richter schreibt Sachbuch des Jahres

Der Deutsche Sachbuchpreis wurde vergeben. (Symbolbild) Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
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Von Künstlicher Intelligenz bis Medizinethik: Im Rennen um den deutschen Sachbuchpreis waren acht Bücher. Nun hat sich ein Autor durchgesetzt, der über Wirtschaftsdeutschland geschrieben hat.

Für sein Buch „Dreihundert Männer. Aufstieg und Fall der Deutschland AG“ ist Konstantin Richter mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet worden. „Konstantin Richter macht sichtbar, was sich hinter dem abstrakten Bild der „deutschen Wirtschaft“ verbirgt – und liefert so eine Grundlage, die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen“, lautete die Begründung der Jury.

Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde am Abend in Hamburg vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben. Richter konnte sich gegen sieben andere Autorinnen und Autoren durchsetzen. Die sieben übrigen Nominierten erhalten jeweils 2.500 Euro. 

Die anderen nominierten Titel waren:

Heike Behrend: Gespräche mit einem Toten. Gustaf Nagel, Prophet vom Arendsee (Matthes & Seitz Berlin), August 2025Florence Gaub: Szenario. Die Zukunft steht auf dem Spiel (dtv), November 2025Tilmann Lahme: Thomas Mann. Ein Leben (dtv), Mai 2025Irina Scherbakowa: Der Schlüssel würde noch passen. Moskauer Erinnerungen (Droemer), November 2025Bettina Schöne-Seifert: Leben, Körper, Tod. Zwölf aktuelle Kontroversen der Medizinethik (Wallstein), Oktober 2025Roberto Simanowski: Sprachmaschinen. Eine Philosophie der künstlichen Intelligenz (C.H.Beck), Oktober 2025Ronen Steinke: Meinungsfreiheit. Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen (Berlin Verlag), Februar 2026

Die Nominierten wurden aus 239 Titeln ausgewählt. In die engere Auswahl kamen Bücher, die Orientierung bieten und gesellschaftlich relevante Impulse in einer gut verständlichen Sprache setzen. Der Preis wird seit 2021 jedes Jahr von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verliehen.

dpa