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19. April 2007, 18:50 Uhr
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Der Hungertod heißt Hartz IV

Ein psychisch kranker Hartz IV-Empfänger ist in Speyer verhungert. Er hatte nicht auf die Behördenbriefe reagiert und so den erbarmungslosen Mechanismus bis zur Leisttungsstreichung in Gang gesetzt. Bitter: Mit Sozialhilfe hätte er wohl überlebt. Von Rudolf Stumberger, Speyer

Ein Blick durch das Fenster in das Wohnzimmer der Wohnung, in der ein 20-Jähriger verhungerte© Horst Welke/DDP

Man kann es sehr hart ausdrücken: Das Gesetz, das als Hartz-IV bekannt ist, trägt nicht nur den Namen eines rechtskräftig verurteilen Straftäters, sondern kann auch zum Tode führen. Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen, lautet die Quintessenz dieser von der Schröder-Regierung eingeführten sozialpolitischen Umbau-Maßnahme. In Speyer konnte Hartz-IV auf grausige Weise seine finale Logik beweisen: Ein 20jähriger Arbeitsloser wurde am Sonntag, 15. April, verhungert in der Wohnung seiner Mutter aufgefunden. Die 48-jährige Frau selbst wurde mit Mangelerscheinungen in eine Klinik eingeliefert. Der stark abgemagerte arbeitslose Sohn hatte offensichtlich seit Monaten keine ausreichende Nahrung zu sich genommen, als Todesursache wurde Herz-Kreislaufversagen festgestellt. Beiden war von der zuständigen "Gesellschaft für Arbeitsmarktintegration" (GfA) vor vier Monaten das Arbeitslosengeld II gestrichen worden. Die Mutter hatte angegeben, sie hätten nicht mehr genug Geld gehabt, um Lebensmittel zu kaufen.

Das gab's zuletzt bei der Weltwirtschaftskrise

Dass in Deutschland Arbeitslose an Hunger zugrunde gehen, hat es zuletzt in den Jahren der Weltwirtschaftskrise um 1930 und vielleicht in der unmittelbaren Nachkriegszeit gegeben. Warum der Sonderschüler in der Domstadt verhungerte, ist allerdings wohl auf eine Kombination von Arbeitslosigkeit und psychischer Eintrübung zurückzuführen. Laut Polizeibericht beschreibt die Mutter ihren Sohn als depressiv und phlegmatisch, er habe seit 2006 den Wunsch geäußert, zu sterben. Der lernbehinderte junge Mann war bis zur Einführung von Hartz IV in einer Reha-Maßnahme vom Sozialamt betreut worden.

Nach einer Presseinformation der Stadt Speyer habe die zuständige Behörde, die GFA, sich um beide Personen - die im amtsdeutsch eine sogenannte Bedarfsgemeinschaft bildeten - sehr bemüht. Dies betreffe sowohl die Vermittlung eines Ein-Euro-Jobs für die Mutter als auch entsprechende Angebote von Praktikumsplätzen an den Sohn. Dieser habe allerdings die Angebote nicht angenommen und auch nicht auf die Aufforderung reagiert, beim zuständigen "Fallmanager" vorzusprechen. Auch auf eine Vorladung zur Erstellung eines psychologischen Gutachtens reagierte er nicht. Damit trat eine gnadenlose Gesetzeslogik in Kraft, nach der zuerst die Bezüge für Langzeitarbeitslose um 10 Prozent, danach um 30 Prozent gekürzt wurden. Ende des Jahres wurden die Zahlungen schließlich vollständig eingestellt.

Sozialhilfeempfänger wurden tatsächlich betreut

Der Skandal, der in dem Tod des arbeitslosen Sonderschülers liegt, wird freilich erst deutlich, wenn man sich die staatlichen "Bemühungen" vor Augen führt: Es waren Schriftstücke, die die Behörde abgesandt hat. Und der Skandal wird überdeutlich, wenn man Hartz-IV mit der Sozialhilfe vergleicht. Denn das Todesopfer bezog bis zum 31. Dezember 2004 Sozialhilfe. Das wiederum bedeutete, dass die zuständigen Sozialarbeiter ihre Klientel zu Hause besuchten, sich ein Bild von den Hilfebedürftigen machten und mitbekamen, wie sie lebten.

Darüber hinaus verpflichtete das Sozialhilfegesetz die Behörde, auch dann tätig zu werden, wenn ihr ein Tatbestand der Hilfebedürftigkeit - wie auch immer - bekannt wurde: "Die Sozialhilfe setzt ein, sobald dem Träger der Sozialhilfe oder den von ihm beauftragten Stellen bekannt wird, daß die Voraussetzungen für die Gewährung vorliegen", heißt es im Gesetzestext. Die Sozialhilfe verkörperte also die Pflicht des Trägers zur öffentlichen Fürsorge, zur Hilfeleistung - auch wenn niemand einen Antrag gestellt hatte.

Bei Hartz IV wird vom Schreibtisch aus beurteilt

Dies gilt nicht mehr seit Hartz IV, jedenfalls für diejenigen Hilfsbedürftigen, die drei Stunden am Tag arbeiten können. Ohne Antrag - der alle sechs Monate zu stellen ist - kein Hilfeleistungen. Statt dem direkten Kontakt mit einem Sozialarbeiter, der die Verhältnisse vor Ort kannte und einzuschätzen wusste, urteilt nun ein Sachbearbeiter vom Schreibtisch aus und seine "Bemühungen" haben die Form von amtlichen Bescheiden. Statt Betreuung durch den allgemeinen Sozialdienst steht bei Hartz IV höchstens der Besuch durch den "Sozialdedektiv", der dem "Sozialbetrug" auf der Spur ist. Statt Kontakt mit Menschen gibt es bei Hartz IV Kontakt mit einer überforderten Behörde - die anonyme Automatenstimme, die einem bei einem Telefonanruf dort entgegenschallt, ist Symbol dafür.

Außer bei Verdacht auf Sozialbetrug "haben wir keine Möglichkeit, Wohnungen aufzusuchen", so Hans Grohe, Bereichsleiter der Arbeitsgemeinschaft. Man werde tätig und informiere den Sozialdienst, wenn Hinweise zum Beispiel auf Verwahrlosung vorlägen, aber in diesem Fall habe es keine Hinweise gegeben. Nach Ansicht des Sozialdezernenten von Speyer, Hanspeter Brohm, brachte Hartz IV dann eine "totale Änderung", eine Betreuung wie bei der Sozialhilfe sei nun nicht mehr gegeben.

Keiner kümmert sich mehr

Hartz IV hat das Prinzip der Fürsorge durch das Prinzip der bürokratischen Verwaltung ersetzt. Wer sich nicht um sich selbst kümmert, um den kümmert sich amtlich keiner mehr. Der Sozialhilfebezug hätte für das 20-jährige Todesopfer aus Speyer vielleicht die Chance einer Hilfestellung durch den zuständigen Sozialarbeiter bedeutet. Hartz IV aber bedeutete für ihn nur eine Serie von papierenen Bescheiden - bis zum Tod.

Ihre Meinung

Wie menschlich oder unmenschlich sind die Hartz-IV-Regeln? Sind Sie selbst betroffen? Erzählen Sie uns Ihre Erlebnisse!

Diskutieren Sie mit! Bisherige Beiträge (85)
Von Rudolf Stumberger, Speyer
KOMMENTARE (10 von 85)
 
Gaudillo (22.04.2007, 10:47 Uhr)
Hungertod heißt Hartz IV
Der Vorfall ist erschreckend und bedauerlich. Ebenso schlimm ist es, daß die Diskussion um die Oettinger Rede diesen Bericht vom Todesfall verdrängt hat. So etwas darf in unserer Wohlstandgesellschaft nicht passieren.
weiberbande (21.04.2007, 17:56 Uhr)
nicht besonders helle und aggressiv???
Was mußte ich da gerade lesen?
"Mit welchem Mitteln sollten sich die Mittellosen dagegen denn wehren? Zumal solche Leute ohnehin meist nicht besonders helle oder gar aggressiv in der Verteidigung ihrer Rechte sind."
Ich bin dann anschein deine Randerscheinung, denn ich habe studiert und praktiziere Gewaltlsigkeit.
Als EU-Rentnerin habe ich ebenso 345€, nur leider nicht vorübergehend.
Wie weiter unten zu lesen ist, bin ich durch die Gewalt, die andere Menschen mir jahrelang zufügten so krank geworden, daß ich 80% schwerbehindert und auf Betreutes Wohnen angewiesen bin.
rroetinger (21.04.2007, 16:40 Uhr)
Wahlversprechen
solange wie sich Politiker ungestraft erlauben dürfen, die Menschen durch Wahlversprechen auf Ihre Seite zu ziehen, wird sich kaum was ändern. Mir kommt es schon einige Zeit so vor als würden manche kurz vor den Wahlen Liquide Extasy schlucken, weil sie sich nach der Wahl an nichts mehr errinner können. Nur diese bodenlose Frechheit, den Menschen immer wieder Hoffnungen zu machen, nur um an der Macht zu bleiben, muss wirklich bald ein Ende nehmen. Wenn ich an meine Situation denke. Nach 25 Arbeitsjahren krank ausgeschieden, und bei der Beratungsstelle der DRV heißt es dann, eine Vollausbildung kommt für sie nicht mehr in Frage, mit 43 Jahren, und im gleichen Atemzug hört man abends bei Phönix, ältere müssen mehr Chancen bekommen, und, un, und!! Da wird doch nur noch Populismus betrieben!! Von morgens bis abends werden die Menschen verhöhnt. Denn kaum ein Gesetz wird so umgesetzt wie es verabschiedet wurde, alles wird nach Kassenlage abgearbeitet. Und wie war der Spruch eines jungen Aufstrebenden Politikers der CDU, mit der Hüft OP eines 65 Jährigen, Leute das steht uns noch bevor, diese Kandidaten stehen schon in den Startlöchen, und freuen sich riesig auf uns, um daran ihre Machtspielchen zu praktizieren, da wird sich manch einer den Münte zurück wünschen, auch wenn der mit seine 50 Plus schon jeden langweilt!! Viel Spass beim auswandern, in Holland werden händeringend Deutsche gesucht. Ich war bei einer Veranstaltung, da war ich von den Socken, was die für eine Meinung von uns haben, obwohl wir da als Erwerbslose gesessen hatten. Das ging runter wie Öl!! Spitzen Leute, leistungs, und Pflichtbewußt, zuverlässig!! Nicht wie hier, Sozialschmarotzer, und alles was da noch an Beleidigungen von Schröder und Co auf uns nieder kam. Da weiß man uns zu schätzen, und Mindestlohn gibt es da auch. Ich mache einfach Schluß, sonst macht vielleicht der Server nicht mehr mit. Servus
HaHei (21.04.2007, 14:31 Uhr)
"...wer nicht arbeitet, braucht nichts zu essen"
An den
Herrn Franz Müntefering
Vizekanzler und
Minister für Arbeit und Soziales
E-Mail franz.muentefering@bundestag.de
Sehr geehrter Herr Müntefering
Was bedeutet Hartz IV?
Sie, Herr Müntefering, haben es als Sozialdemokrat und Arbeitsminister in einem Artikel ZEIT online vom 10.05.2006 auf Ihre Weise erklärt:
"Wer arbeitet, soll etwas zu essen haben, wer nicht arbeitet, braucht nichts zu essen"
Nun, es ist längst nichts Unbekanntes mehr, dass die Grundrechte dieses Landes nicht allen Bürgern gleichermaßen garantiert werden – insbesondere die des Art. 1 GG.
Nu ja, er ist eben genauso „unbestimmt“ wie das Gesetzesflickwerk SGB II. Erst die Gerichte müssen Inhalte ausfüllen.
Ich will mich heute aus aktuellem Anlass darauf beschränken, Ihnen „nur“ Artikel 1 GG zu erklären. Entschuldigen Sie, dass ich mich den Zeilen eines mir unbekannten Autors bediene. Aber Ihre Äußerung ist ja auch nicht ganz neu und fand zuletzt während der Hitler-Diktatur „Anwendung“!
Artikel 1 Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Das Recht auf Nahrung
Hunger ist die Folge von ungerechten Strukturen und ungerechter Verteilung von Land, Kapital und Macht: Hunger ist meist die Folge von mehrfachen Menschenrechtsverletzungen und bedingt weitere Verletzungen. So sind die Rechte auf Bildung, Wasser, Arbeit, freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit eng miteinander verknüpft. Wer keine Arbeit hat oder schlecht bezahlt wird, kann die Familie nicht ausreichend mit Nahrung versorgen und die Kinder nicht zur Schule schicken.
Von einer Verletzung des Menschenrechts auf Nahrung spricht man dann, wenn ein Staat seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Diese Verpflichtungen entstehen zum einen dadurch, dass der Staat an die Verfassung gebunden ist. Weltweit ist das Recht auf Nahrung aber nur in 22 Verfassungen zu finden.
In Deutschland werden das Recht auf Nahrung und andere soziale Rechte deshalb aus der "Würde des Menschen" und dem Sozialstaatsprinzip abgeleitet.
Quelle: FIAN-Deutschland e.V.
Ich wünsche Ihnen guten Appetit
HaHei (21.04.2007, 14:08 Uhr)
@Rosenengel 21.4.2007
"Mein Vater hatte 30 Jahre gearbeitet. Ohne Pause. "
Ein/e durchschnittlich verdienende/r Arbeiter/-innen bezog laut statistischem Bundesamt einen Bruttomonatsverdienst im Zeitraum 1980 bis 2006 von gesamt 639.012,00 Euro. Davon zahlt er zusammen mit dem Arbeitgeber 36.314,50 Euro in die Arbeitslosenversicherung ein. Nach 27 Jahren wird er/sie im Alter von 52 Jahren Arbeitslos. Daraus entsteht ein Anspruch auf Arbeitslosengeld für 1 Jahr iHv (monatlich 948,91 Euro) gesamt 11.386,90 Euro. Die Differenz von 24.927,60 Euro zum eingezahlten Betrag (36.314,50 Euro) kommt der Solidargemeinschaft zu Gute bzw. verschwindet in den unergründlichen Tiefen der Bundesagentur für Arbeit, die diese Gelder verwaltet und im Versicherungsfall das Arbeitslosengeld an den Beitragszahler auszahlt. Nach Ablauf von 1 Jahr erhält der ehemalige Beitragszahler 345,- Euro Regelsatz zzgl. den Betrag für eine „angemessenen Warmmiete. Das durch oft durch täglich harte Arbeit Angesparte, das über die "Vermögens"-Freibeträge hinausgeht, muss er jedoch zuerst aufbrauchen und Wertgegenstände zu Geld machen.
Der Rechenweg kann per E-Mail als Excel-Tabelle abgeholt werden.
Rosenengel (21.04.2007, 12:10 Uhr)
An rroetinger
Also, wir reden hier nicht von Geldbeträgen, von denen jemand leben könnte. Höchstens mal einen kleinen Minieinkauf pro Monat. Denn bis jetzt ging uns es auch nun nicht "so" gut. Aber, wie sagt man doch: "Geteiltes Leid, ist halbes Leid".
Es wundert mich, wie sehr der Staat nach jedem Pfennig des "kleinen Mannes" lechzt und nicht reagiert, wenn die "Großen" Millionen an Bestechungs- und Betrugsgeldern hin- und her schieben.
Kleiderkammer? Suppenküche? Mein Vater hatte 30 Jahre gearbeitet. Ohne Pause. Immer Beiträge gezahlt (Wieviel eigentlich in 30 Jahren? Sicher ein kleines Vermögen) und weil er dann mit einem Mal zu "Alt" zum Arbeiten war, soll er nun in die Suppenküche und die Kleiderkammer. Weil er sich Dank uns am Monatsende mal Margarine aufs Brot streichen konnte, soll er die paar Pfennige melden? Ich lach mich kaputt. Dieser Staat ist krank und es war Richtig, das wir ausgewandert sind.
Kleinlok (21.04.2007, 11:12 Uhr)
Krankes System- kranke Menschen
Mutter und Sohn scheinen in diesem traurigen Fall nicht mehr in der Lage gewesen zu sein, das eigene Leben führen zu können. Das wird Gründe haben, die wir nicht kennen, die aber sehr ernsthafter Natur sein müssen.
Und solch schwierigen Bedingungen kann nicht mit einer derat oberflächlichen "Betreuung" wie in diesem Fall begegnet werden, wenn einem die Menschen in diesem Staat noch etwas bedeuten.
Es bleibt die Frage "Was war mit den Nachbarn und Bekanten?", doch das reicht nicht aus. Staat und Gesellschaft tragen die Verantwortung für ein Klima, in dem jedem Menschen ein würdiges Leben möglich sein sollte. Mit 4 Millionen
arbeitslosen Menschen sind wir megaweit davon entfernt, denn diese 4 Millionen dürfen sich nicht nur sozial schwach sondern "überflüssig" fühlen. Und das kann dannn zu einer Selbstaufgabe führen, wie sie in diesem traurigen Fall vorzuliegen scheint.
Hartz 4 hat diesem Mißstand nie wirklich begegnen sollen geschweige können.
Schwache Mitglieder gehören in einer humanen Gesellschaft betreut, sicher nicht von oben herab, eher Hilfe zur Selbsthilfe.
Nur da fehlt es inzwischen an vielen Ecken und Enden. Unsere Politik bebauchpinselt die eigenen Bedürfnisse und die der Wirtschaft, zumindest der teile der wirtschaft, deren Lobby der Politik am nächsten steht.
Die Wirtschaft ist für den Menschen dar, und nicht umgekehrt. Doch Menschen sind inzwischen zu unliebsamen Kostgängern und Störfaktoren gedradiert, wenn Sie keinen produktiven Anteil an einem eigentlich schwachsinnigen Wirtschaftswachstum haben. Hartz 4 ist nicht nur durch seinen Namensstifter Sinbild für eine elitäre Klasse geworden, die sich selber die Taschen vollstopft und sich amsonsten einen Sch... für das Allgemeinwohl interessiert.
Dafür gibt es dann vielleicht noch ein paar lieben Omas und Opas und die Bahnhofsmission, die natürlich allein auch das nicht retten können, was unsere Wirtschafts(un)ordnung verbockt.
Gruss Klei
rroetinger (21.04.2007, 10:57 Uhr)
Geldhilfen
Hallo Rosenengel.
jeder der in seiner Familie noch jemanden hat, dem es gut geht, und seinem Hilfebedürftigem Familienmitglied daran teilhaben läßt, sollte beachten, dass jede Finanziellezuwendung dem Jocenter gemeldet werden muss, das wird da als Zusatzeinnahme verbucht. Bei laufenden Zuwendungen, die nicht gemeldet werden kann sogar wegen Sozialbetrug bestraft werden. Wenn es dann noch auf ein Konto überwiesen wird!!?? Ich hatte das kürzlich gelesen, und wollte es nicht glauben. Also Suppen Küchen, und Kleiderkammern sind erlaubt, mehr nicht!
RealRock (20.04.2007, 23:28 Uhr)
Hartz-IV
Hartz-IV ist allerhöchstens so kalkuliert, daß wir hier 'brasilianische' Verhältnisse bekommen!
Im Ernst, einigen hohen Herren scheint unser ehemaliger Wohlstand wohl eher peinlich gewesen zu sein.
Keine Sorge, man wird auch weiterhin mit dem Finger auf uns zeigen, vor allem deshalb, weil man nicht nachvollziehen kann, wie man ein glückliches Land wie das unsere in so kurzer Zeit den Bach heruntergehen lassen kann.
Mal darüber nachgedacht, daß Politik in erster Linie nicht für eine erfolgreiche Wirtschaft (bei momentan schlechter werdenden Lebensbedingungen), sondern für das Wohl der Bürger verantwortlich ist?
Psycha (20.04.2007, 21:45 Uhr)
andere haben es besser
Ich stelle fest das hier viele auf das gucken was andere haben, und unzufrieden mit dem sind was sie haben. Es gibt immer Leute die mehr, und vielleicht es sogar nicht wirklich verdienen. Das ist einfach so, und man würde eine Straftat begehen wenn man versuche würde es zu ändern. Viel besser sollte man eher sich über das freuen was man selbst hat, und mit besten Wissen und Gewissen damit umgehen. Die Deutschen sind wohl eine Gesellschaft voller Neider (Ich find es witzig wenn Christen neidisch sind, ist ja nicht so das Neid Todsünde ist oder? ;-) ) Alg 2 ist so berechnet das man damit auskommen kann, und das kann man auch wirklich. Wer es nicht kann, der ist wohl ein Spezialfall, oder kann einfach nicht mit Geld umgehen. Wahrlich ein Problem mögen wohl Sachbearbeiter sein, die auch nur Menschen sind. Und wohl, aufgrund ihrer Auslastung, Fehlurteile fällen, und menschliche Unzulänglichkeiten zeigen (Einige sind vielleicht auch in dem Job fehl am Platze). Genauso gibt es auch Alg2 Empfänger die saufaul sind, sich auf ihren Kindern ausruhen, vor der Glotze hängen und motivationslos vor sich hinleben. Schwarze Schafe gibt es halt immer, nur bringt es nichts wenn man mit den Fingern auf diese zeigt solange vor der eigenen Haustür nicht gefegt ist.
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