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1985 bezeichnete ihn Willy Brandt als "schlimmsten Hetzer seit Goebbels". 26 Jahre später schießt Heiner Geißler zurück - mit einem Goebbels-Zitat. Ein Ausrutscher oder kalkulierte Provokation?
Es sei ein "feiger Anschlag" gewesen: Der Bundeswehr-Verband hat das Attentat auf Til Schweigers Haus verurteilt. Auch im Netz gibt es eine Welle der Solidarität - einen sogenannten Love-Storm.
Das Internationale Ständige Friedensbüro, das sich seit 1891 für den Pazifismus einsetzt, hat die Vergabe des diesjährigen Friedensnobelpreises an die Europäische Union als "unzulässig" kritisiert.
Die Grünen haben auf ihrem Parteitag ein Programm für mehr Klimaschutz beschlossen und sich für eine Kurskorrektur in der Afghanistan-Politik ausgesprochen. Einen neuen Pazifismus-Kurs gibt es aber genauso wenig wie Pläne für eine mögliche neue Bündnisausrichtung.
Ironie? Papperlapapp! Wir nehmen Sprengmeister Geißler beim Wort. Die Siegessäule, die er abreißen will, darf nur der Anfang sein.
Zieht Romney davon? Holt Santorum auf? Steigen Gingrich und Paul aus? Heute wählen die Republikaner ihren Präsidentschaftskandidaten in zehn Bundesstaaten - ein Sieger ist nicht in Sicht.
Zuletzt war er vor allem in Talkshows zu sehen, nun greift er wieder richtig ins Geschehen ein: Heiner Geißler soll den Streit um Stuttgart 21 schlichten. Eine gute Wahl, finden auch die Gegner.
Sie können einfach nicht loslassen und brauchen die große Bühne: Viele Politiker drängt es noch lange nach ihrer aktiven Zeit ins Fernsehen, wo sie den großen Welterklärer geben. stern.de stellt sechs Geißeln der Talkshows vor. Dieses Mal: Heiner Geißler.
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischöfin Margot Käßmann, fordert von der Politik ein Ende des Krieges in Afghanistan und wünscht sich mehr Fantasie, wenn über die Strategien, die dem Land einen gerechten Frieden bringen sollen, entschieden wird. Christen haben dabei nur die Option, gegen den bewaffneten Einsatz zu stimmen, findet die Geistliche. Frau Käßmann irrt. Es geht in dem Konflikt, dem Krieg in Afghanistan, nicht um die Frage eines gerechten Friedens, den die Bischöfin sich wünscht, sondern um die Frage, ob der bewaffnete Kampf, der dort geführt wird, den Kriterien eines “gerechten Krieges” entspricht. Wo liegt der Unterschied? Hier in Deutschland müssen wir uns fragen, ob der Friede, in dem wir leben, vollends gerecht ist. Das ist in besonderem Maße eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Sie ist die Grundlage und Garantie für den Frieden einer Gesellschaft. In Afghanistan: Ist der Krieg, der dort geführt wird, (noch) gerecht? Ob und wenn ja in welchem Umfang darf beispielsweise mit toten Zivilisten kalkuliert werden. Die Lehre vom gerechten Krieg, vom Bellum iustum, ist in der Geschichte der Kirche immer eine harte Konfrontation mit der Wirklichkeit gewesen. Seit das Christentum zur Staatsreligion des Römischen Reiches wurde, mussten sich die Theologen mit der Frage plagen, inwieweit der Staat in angemessener Weise Gewalt ausüben darf gegen andere. Zuvor war Pazifismus die Haltung der Christen: Wer an Jesus glaubte, verrichtete keinen Dienst an der Waffe! Dabei ist das Bild vom Kampf auch den Christen geläufig: sowohl in Form des inneren Kampfes als auch in der Frage der äußeren, bewaffneten Auseinandersetzung. Beide Formen bezeichnet der Islam als Dschihad. Die Bibel ist voller Sentenzen, die das Leben als Kampf bezeichnen. Der Heilige Martin, der den Mantel teilt (sozialer Friede!) und der mit den Laternen, sagt nach seiner Bekehrung, dass er nicht mehr ein Soldat des römischen Kaisers, sondern ein Soldat Christi sei. Was hilft das einer Kirche, die Pastorinnen mit gebatikten Stolen in die Arena schickt, bei ihrer Suche nach einer Antwort auf die Frage, ob es einen gerechten Krieg gibt. Was hilft das einer Kirche, die sich “mehr Fantasie” wünscht für den Frieden, “für ganz andere Formen, Konflikte zu bewältigen”, wie Frau Käßmann in ihrer Neujahrspredigt gesagt hat. Die Lehre vom gerechten Krieg definiert – formale – Kriterien, nach denen bewaffnete Konflikte klassifiziert werden können. Internationale Entitäten, die Vereinten Nationen, haben für den Einsatz in Afghanistan ein Mandat erteilt. Ist Fantasie ein juristischer Begriff? Wie stehen die Taliban zu alternativen Friedensmodellen? Eines übersieht Frau Käßmann: “Der Friede besteht nicht darin, dass kein Krieg ist.” Das ist richtig: Wenn morgen keine Soldaten mehr im Land wären, würde aus Afghanistan deshalb noch kein Friedensreich. “Der Friede”, heißt es in dem Zitat aus einem Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils weiter, “ist ein Werk der Gerechtigkeit.” Das heißt: Es gibt nur einen Frieden in einem Land, wenn es dort gerecht zugeht. Diese Gerechtigkeit muss man sich erkämpfen, wenn es nötig ist. Oder glaubt hier jemand, dass die Taliban gerechte Friedensbringer sind? Alexander Görlach ist Herausgeber und Chefredakteur von The European Zur Debatte um Karl-Theodor zu Guttenberg: Hat der Minister gelogen? Interview mit Peter Scholl-Latour: "Wir können am Hindukusch nichts ändern" Beitrag von Newsweek-Chef Fareed Zakaria: "Wir müssen die Taliban bestechen" Das Große Ganze: Kriegspropaganda in Afghanistan
Friedensnobelpreis für Barack Obama: Der US-Präsident hat bei der Verleihung in Oslo klargemacht, dass er alles andere als ein Pazifist ist. Gewalt und Krieg seien "manchmal notwendig".
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