Ratgeber Energiesparen

Clever tanken, rechtzeitig modernisieren

In den vergangenen Jahren sind die Heizölpreise stark gestiegen. Wie man mit einer Ölheizung trotzdem sparen kann und ob und wann sich der Austausch der Anlage lohnt. Von Andrea Suhn

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Damit die böse Überraschung bei der nächsten Rechnung ausbleibt, empfiehlt es sich, gut zu recherchieren und gegebenenfalls auch alte Heizungsanlagen auszutauschen©

Und er steigt und steigt und steigt - der Ölpreis kennt auf lange Sicht nur eine Richtung: nach oben. Das treibt vor allem Besitzern von Ölheizungen Tränen in die Augen - gerade vor Beginn der Heizperiode, wenn die Tanks vom letzten Winter leer sind und aufgefüllt werden müssen. Rund 90 Euro muss man derzeit für 100 Liter Heizöl bezahlen (Stand: September 2012).

Nach Angaben des Instituts für Wärme und Öltechnik (IWO) werden mehr als zehn Millionen Haushalte in Deutschland mit Öl geheizt, das sind rund 30 Prozent Anteil am Wärmemarkt. Wer seine Kosten senken will, sollte nicht nur clever tanken, auch die Modernisierung der alten Heizungsanlage kann helfen, Energie und damit Geld zu sparen.

Lieber öfter kleinere Mengen kaufen, als einmal Volltanken

Ölpreise sind Tagespreise und ständigen Schwankungen unterworfen. Deshalb sollte man sich vor dem Auffüllen der Tanks gut über die aktuellen Ölpreise informieren. Die lange geltende Annahme, günstiger zu tanken, wenn man lange vor Einsetzen der Heizperiode die Öltanks füllt, ist mittlerweile überholt. Experten raten dazu, statt einer großen Jahresbestellung lieber übers Jahr verteilte, kleinere Öllieferungen anzunehmen. Sparen kann man dabei, indem man sich mit Ölheizungsbesitzern aus der Nachbarschaft zusammenschließt und eine große Sammelbestellung aufgibt.

Wer keinen direkten Kontakt zu anderen Ölheizungsbesitzern hat, kann über das Internetportal www.heizoelpool.de bestellen. Dort geben Interessenten ihre Postleitzahl und die gewünschte Ölmenge ein. Liegen genug Bestellungen aus einer Region vor, wird automatisch ein Sammelauftrag ausgelöst. Wer lieber selbst die Preise vergleicht, kann dies ebenfalls im Internet. Heizölportalen wie www.esyoil.com, www.fastenergy.de, www.heizoel24.de, www.heizoelpreise.org, www.brennstoffboerse.de helfen dabei. Dort können auch Angebote von Lieferanten eingeholt werden. Entweder bestellt man direkt online oder handelt beim örtlichen Händler ein noch besseres Angebot aus.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Die Stiftung Warentest rät zudem, auch bei der Öl-Auslieferung auf ein paar Dinge zu achten, damit man am Ende nicht zuviel bezahlt. Überzeugen Sie sich am Tankwagen, dass beim Einschalten der Pumpen das Zählwerk auf null steht. Nur so können Sie sicher sein, dass später auch tatsächlich die abgerechnete Menge in Ihrem Tank landet. Während der Zähler läuft, muss im Sichtglas immer Heizöl zu sehen sein. Kommt Schaum oder verschwindet das Heizöl aus dem Schauglas, muss die Messung automatisch unterbrochen werden, sonst wird Luft statt Flüssigkeit gemessen. Der Lieferschein sollte immer im Beisein des Kunden ausgestellt werden. Notieren Sie sich nach dem Tanken die Zählerstände, damit nicht zu viel abgerechnet wird. Wenn etwas nicht stimmen sollte, reklamieren Sie sofort und unterschreiben Sie keinesfalls den Lieferschein. Notieren Sie sich zudem zur Sicherheit das Nummernschild des Tankwagens.

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