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Steigende Öl- und Gaspreise: Heizen mit Öl verteuert sich drastisch

Verbraucher mit Ölheizungen müssen sich warm anziehen: 2011 zogen die Preise um 26 Prozent an, hat das Vergleichsportal Verivox errechnet. Bei Gas waren es vier Prozent mehr.

Ölheizungen kommen Verbraucher zunehmend teurer zu stehen als Wärme aus Gasanschlüssen. Die Heizölkosten für Öl stiegen im vergangenen Jahr um 26 Prozent, wie das Verbraucherportal Verivox mitteilte.

Demnach kostete ein herkömmlicher Verbrauch (20.000 Kilowattstunden) im Jahr 2010 noch durchschnittlich 1306 Euro, vergangenes Jahr schlug dieselbe Menge schon mit 1648 Euro zu Buche. Verbraucher mit Gasheizungen kamen spürbar günstiger davon. Diese Heizart kostete mit demselben Verbrauch 2010 durchschnittlich 1195 Euro. 2011 stiegen die Kosten um etwa vier Prozent auf 1241 Euro - vergleichsweise moderat gegenüber Öl.

Laut Verivox droht dieser Trend anzuhalten. "Ein Ende dieser Aufwärtsbewegung ist nicht abzusehen, da die Rohölpreise eher steigen als sinken werden", schreibt das Portal. Doch auch die Alternative Gas werde wohl absehbar teurer. "Die Verbraucher mit Gasanschlüssen haben im Vergleich mit Heizölkunden die geringeren Heizkosten, doch der Trend zeigt auch hier eindeutig nach oben", erklärte Peter Reese, Leiter des Bereiches Energiewirtschaft bei Verivox.

Regierung erleichtert Anbieterwechsel

Wer sparen will, sollte den Gasanbieter wechseln. Auf diese Weise ließen sich die Kosten um bis zu 274 Euro reduzieren, erklärt Verivox. Der eigentliche Wechsel sei einfach, denn der neue Gasanbieter kümmere sich um die Kündigung des bisherigen Vertrags. Eine Unterbrechung der Gasversorgung sei ausgeschlossen.

Zudem will die Bundesregierung den Wechsel des Anbieters von Gas und Strom einfacher und schneller gestalten. Der Übergang von einem Anbieter zum nächsten darf demnach nur noch höchstens drei Wochen dauern. Die Kündigungsfrist für Kunden eines Grundversorgers soll von vier auf zwei Wochen verkürzt werden. Das hat das Kabinett in der vergangenen Woche beschlossen. Die neuen Regeln sollen zum 1. April in Kraft treten.

mh/DPA / DPA
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