1000 Boeing-Maschinen müssen zur Kontrolle

15. April 2013, 13:09 Uhr

Flugzeughersteller Boeing kommt nicht aus den Schlagzeilen: Die US-Flugaufsichtsbehörde will mehr als 1000 Maschinen des Modells 737 überprüfen. Ein fehlerhafter Anstrich könnte zu Problemen führen.

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Und ab zur Kontrolle: Die US-Flugaufsicht will auf mehr als 1000 737-Maschinen gucken. Sie befürchtet, dass der Anti-Korrosions-Anstrich zu einem Kontrollverlust führen kann.©

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA hat angekündigt, mehr als 1000 Maschinen vom Typ Boeing 737 zu untersuchen. Es gebe Informationen über eine "fehlerhafte Prozedur" beim Auftragen eines Anti-Korrosions-Anstrichs an einem Bauteil des Heckleitwerks, teilte die Behörde mit. Diese Bauteile müssten überprüft und wenn nötig ausgetauscht werden. Andernfalls könnten Piloten möglicherweise die Kontrolle über die betroffenen Maschinen verlieren.

Keine Zwischenfälle bislang bekannt

Durch Probleme mit dem Anti-Korrosions-Anstrich verursachte Zwischenfälle werden jedoch in dem FAA-Dokument nicht erwähnt. Den Angaben zufolge sollen die Kontrollen, die mit Boeing abgesprochen seien, am 20. Mai beginnen und 1050 Flugzeuge umfassen. Die 737 ist das erfolgreichste Modell von Boeing. Mehr als 10.000 Exemplare wurden ausgeliefert.

Die Kontrollen werden US-Fluggesellschaften laut Schätzung der Behörde bis zu 10 Millionen Dollar (7,6 Millionen Euro) kosten, ein Teil werde aber möglicherweise im Rahmen der Garantie von Boeing übernommen.

Bali-Absturz: Ursache weiter unklar

Mit dem Absturz auf der indonesischen Ferieninsel Bali hängt die angeordnete Kontrolle wohl nicht zusammen. Experten mutmaßen, ein plötzlicher Scherwind könnte die Beinahe-Katastrophe am Samstag verursacht haben. Die Piloten wurden unterdessen negativ auf Drogen getestet. Bei den Urin-Tests seien auch keine Spuren von Alkohol gefunden worden, teilte ein Behördensprecher mit.

Mit vorläufigen Ermittlungsergebnissen wird aber erst in Monaten gerechnet. "Wenn dieser die Maschine während des Landeanflugs getroffen hat, könnten die Piloten nicht genug Zeit zum Reagieren gehabt haben", sagte der Chefkorrespondent des Magazins "Orient Aviation", Tom Ballantyn. Im Laufe des Tages wollten die Ermittler das Wrack an den Strand bringen und den Stimmrekorder bergen. Technische Pannen gelten indes als wenig wahrscheinlich, weil das Flugzeug noch neu war.

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