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20. Oktober 2009, 20:41 Uhr

359 Euro, grob geschätzt

Das Bundesverfassungsgericht hat erhebliche Zweifel an den Hartz-IV-Sätzen und deren Berechnung. Die kommende Regierung könnte deshalb gezwungen sein, das Verfahren komplett zu reformieren. Von Beate Flemming

Zoom
hartz iv, bundesverfassungsgericht, regelsä,tze

Ein zehn Jahre altes Mädchen steht in abgetragener Kleidung ohne Schuhe in einem Hinterhof in Hamburg© Christian Hager/DPA

Nachdem es in den vergangenen Monaten - Stichwort Finanzkrise - in der öffentlichen Debatte um Millionen, Milliarden oder sogar Billionen ging, ist diese - quasi im Sturzflug durch einen knallblauen Karlsruher Himmel - an diesem Novembermittwoch ganz unten angekommen.

Vor dem ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts ging es den ganzen Tag um 359 Euro. Das ist der Hartz-IV-Regelsatz, den der Staat einem alleinstehenden Erwachsenen zahlt. Kann man davon leben? Und wie sieht dieses Leben aus? Und warum gerade 359 Euro? Fünf Millionen erwerbsfähige Erwachsene bekommen Hartz IV, dazu noch einmal 1,7 Millionen Kinder das so genannte Sozialgeld vom Staat: 40, 5 Milliarden Euro zahlte der Staat für die Leistungsempfänger im Jahr 2006. Doch die Milliarden blieben heute im Hintergrund. Was die Richter des Ersten Senats vor allem interessierte, war das Zustandekommen des Eckregelsatzes.

"Über den Daumen gepeilt"

Viele kritische Fragen der Richter trafen die Vertreter der Bundesregierung an genau den wunden Stellen, die seit Inkrafttreten der Hartz-IV-Gesetze immer wieder kritisiert worden waren. So mussten die hohen Beamten aus dem Sozialministerium einräumen, dass ein Teil ihrer Berechnungen statt begründbar und fundiert eher "über den Daumen gepeilt" waren, wie das einer der Verfassungsrichter beschrieb. Nicht selten stieg da, wo die Richter hineinpieksten, Nebel auf. Und der roch nach Willkür.

Zum Hintergrund: Als die Beamten unter der Regierung Schröder im Sommer 2003 den Eckregelsatz berechneten, bezogen sie sich auf die Einkommens- und Verbrauchsstudie (EVS) des Statistischen Bundesamtes. Die ermittelt das Ausgabeverhalten der Bevölkerung durch Stichproben. Das Ausgabeverfahren des einkommensschwächsten Fünftels diente als Grundlage für die Berechnung des Hartz-Eckregelsatzes. Allerdings machten die Beamten recht willkürliche Abzüge für Dinge, die in der EVS überhaupt nicht aufgeführt werden wie zum Beispiel für Maßanzüge und Pelzmäntel, wie sich heute unter den drängenden Fragen der Gerichts herausstellte. Den Verdacht, die Summe des Eckregelsatzes habe vor der Berechnung desselben schon festgestanden, vermochten die in Armada-Stärke 28 angereisten Regierungsvertreter nicht glaubhaft aus dem Weg zu räumen.

Hartz-IV könnte gekippt werden

Von den drei Kläger-Familien war nur eine Person erschienen, der seit elf Jahren arbeitslose Thomas Kallay, 47. Er und die Anwälte der betroffenen Familie Kerber-Schiel aus Dortmund sorgten dafür, dass die abstrakten Zahlenspiele und rechtliche Erwägungen ganz plastisch und drastisch wurden. Ein Leben mit Hartz IV - die Masse der Anwesenden im Saal ist persönlich im Alltag meilenweit entfernt von solch einem Dasein.

Erst gegen 17 Uhr waren alle angehört, die auf dem Ablaufprotokoll standen. Nun ist alles offen. Auch dass Hartz IV in seiner jetzigen Form gekippt wird, sowohl die Erwachsenen- als auch die Kindersätze. Deutlich machte der Präsident, Hans-Jürgen Papier, dass die Grundfrage bei diesem Thema um Artikel 1 des Grundgesetzes kreist: Um die Frage der Menschenwürde. Auch stellte er zwischendurch fest, dass die Regelsätze der Kinder trotz aller Rechenkünste in der Realität "einfach nicht reichen". Die Richter beraten sich nun. Ihre Fragen berühren den

Kern unserer Gesellschaft: Lässt sich ein menschenwürdiges Leben in einem Betrag ausdrücken? Lässt sich diese Menschenwürde pauschalisieren oder muss sie individualisiert werden? Sprich: Braucht überhaupt jeder denselben Betrag für die Grundsicherung seiner Existenz oder jeder einen eigenen? Kann diese Existenzsicherung festgeschrieben werden? Muss sie sich mit dem Wohlstandsniveau der Gesellschaft bewegen?

Wahrscheinlich, so spekulieren Kenner sowohl der Materie wie des Verfassungsgerichts, werden die Verfassungsrichter die Gesetzgeber dazu auffordern, ein begründbares, stichhaltiges nachvollziehbares Verfahren zur Berechnung der Hartz-IV-Sätze zu bestimmen. Theoretisch, aber äußerst unwahrscheinlich, könnten dabei auch niedrigere Sätze herauskommen.

Von Beate Flemming
KOMMENTARE (10 von 44)
 
Sozimod (22.10.2009, 01:37 Uhr)
Auch ihre Meinung ist subjektiv
Kritiker@Kritiker:
Ich spreche jetzt aus Erfahrung und behaupte das die Mehrheit der Politiker Selbstdarsteller und den Profit sehen. Wenn Sie möchten hier einige Beispiele:
Gesetzliche Rentenversicherung wird diffamiert. Um eine Riesterente den Menschen Schmackhaft zu machen. Profiteur Walter Riester und die besser Verdienenden. Russland wird Milliarden Schulden erlassen. Profiteur Gerhard Schröder(Gasprom). Gesetz zu Leiharbeit:
Profiteur Wolfgang Clement (Firma gegeründet). 4 Jahre Minister und Pensionsansprüche von den die "normalen" Bürger träumen dürfen. Abfindungen für Manager - wegen 1,30 Euro Bon Kündigung. Und zum Thema die Arge übernimmt die Kosten für Klassenfahrten. Das tun sie, aber zusätzliche Kosten für Freizeit in diesem Ort nicht. Kranke, die wichtige Medikamente benötigen, bekommen sie nicht erstattet. Ich kenne hier in meinem Umfeld Politiker, die noch nicht einmal zuende studiert haben und über Hartz IV Bezieher herziehen. Sie spllten sich real ein Bild verschaffen, anstatt Parolen der Kapitallisten einfach zu übernehmen.
Auch die Zeit vor 30 Jahren kann man mit der heutigen Zeit nicht vergleichen. Damals hatten die Menschen noch höhere Nettoeinkommen und weniger Belastung (Energie günstiger, kurze Anfahrtswege zur Arbeit. Busse und Bahnen fuhren öfter ect. Ihr lasst euch alle vereinnahmen und täuschen, die Realität sieht leider anders aus. Ich habe immer durchschnittlich verdient, aber Neid gegen Sozialhilfeempfänger, Alleinerziehende Mütter oder Väter, Hartz IV Empfänger waren mir damals fremd. Man sollte auch Solidarität leben. Jetzt durch einen Wegeunfall wurde ich zum Hartz IV Empfänger, weil Behörden Menschen wegverwalten und alles auf dem Klagewege längere Wartezeiten garantieren. Durch dieses fehlerhafte System werden Menschen zu EU Rentnern gemacht. Statt real sofort zu Therapieren. Es kann jeden von euch erwischen, weil das Spielcasino weiterhin geöffnet ist. Milliarden werden verbrannt und dort wo man das Geld sinnvoll einsetzen könnte, wird vernachlässigt. Wer Hartz IV noch schönredet, hat nichts verstanden. Wer Politiker noch Ernst nimmt auch nicht. Es geht immer weniger um Programme, sondern um Posten. Siehe Thüringen, Saarland, Hessen, Hamburg. Das Volk sind wir und die gewählten Abgeordneten müssen den demokratischen Auftrag zum Wohle des Volkes umsetzen. Nicht für Atom oder Pharma - Waffenlobbyisten.
Midgard (21.10.2009, 18:18 Uhr)
Klassenfahrten ...
Sononja schreibt sehr engagiert für Schwächere, was ich durchaus anerkenne und über manche Formulierung etwas hinwegsehe ;-)
Aber ich störe mich doch etwas an der pauschalen Aussage zu Klassenfahrten, von denen HARTZIV-Kinder ausgeschlossen sein - das kann ich so nicht unterschreiben.
Als Alleinverdiener mit einem eher unterdurchschnittlichen Einkommen hatte ich 3 Kinder, damals gab es noch stolze 40 DM für das erste und 70 DM für das zweite Kind an Kindergeld. Trotzdem waren wir auch nicht gefühlt arm, aber meine Kinder haben ohne psychische Schäden gelernt, daß sie nicht immer die neuesten Designerklamotten oder oder brauchten, um sich selbst wertvoll zu fühlen.
Gerade beim Thema Klasenfahrten habe ich fast durchgängig die Erfahrung gemacht, daß es fast immer die Familien mit noch geringerem Einkommen waren, die die weitesten Ziele und die höchsten Mitnahmetaschegelder durchsetzten mit der Begründung: den Kindern müsse mal was gegönnt werden, sie dürften gegen (imaginäre) "Bessere" nicht hintenanstehen ...

Gut, das ist lange her und ob H4 für ein menschenwürdiges Leben reicht, ist vor allem auch eine Frage des Maßstabes. Und dann erlebe ich auch heute in meinem Umfeld Familienmit Kindern und mickrigem Einkommen und sich damit einrichten. Ich kenne aber auch H4-Familien, die ein deutlich höheres Haushaltseinkommen haben, sich keine Sorge über Mieterhöhungen machen müssen und trotzdem nur am Klagen sind, was ihnen eigentlich alles zusteht und wie fürchterlich schlecht es ihnen doch geht ..

Man muß also im Einzelfall nicht nur schauen, wie sind die Bedarfe - man muß auch schauen, wie sind sie begründet und welches ist der Maßstab, den ich als Standard anlege.
Und: ich muß schauen, bevor ich Kinder in diese Welt setze: bin ich selbst bereit, für dieses Glück auf etwas zu verzichten.
Wenn ich Kinder nur als "Zugabe" betrachte, die gefälligst zu keinen Einschränkungen führen sollen, dann wäre vielleicht ein Wellensittich die bessere Alternative ;-)
Kritiker-Kritiker (21.10.2009, 17:06 Uhr)
@ Sononja (21.10.2009, 16:03 Uhr)
Naja, ziemlich verallgemeinernd Ihr Beitrag! Politiker haben noch nie gearbeitet? Glauben Sie, als Politiker wird man geboren? Oder dass alle Politiker direkt von der Schulbank aus einen Sitz ergattert haben, von dem man leben kann? Also bitte...
Politiker haben alle Geld ohne Ende? Genau... Ausnahmslos alle. Wissen Sie überhaupt, was ein normaler Bundestags- oder Landtagsabgeordneter verdient? Sie zitieren hier die Diäten einiger weniger Politiker, einiger Politiker die auf Minister-Posten sitzen. Glauben Sie ernsthaft, dass alle 598 Politiker im Bundestag, alle Politiker in den Landtagen so unglaublich viel verdienen? Was meinen Sie was mit Politikern passiert, die nicht mehr in den Bundestag gewählt wurden? Es hat nicht jeder Politiker eine 40-jährige Bundestagskarriere hinter sich! Und von wegen haben alle Politiker ein Kindermädchen. Nur Verallgemeinerungen und Halbwissen...
Ziemlich engstirnig und schlecht informiert. Genau so wie einige hier über Hartz IV Empfänger herziehen und lästern, machen es die anderen (Sie!) über Politiker. Nur Unterstellungen, abgehoben, wollen mit Menschen nichts zu tun haben, nur Lobby und Wirtschaft,... schon klar.

Auch der Rest Ihres Beitrags sind rein subjektives Empfinden und Mutmaßungen.

Für sozial schwache Familien gibt es Zuschüsse für Schulausflüge, damit die Kinder von den anderen nicht diskriminiert und wegen Armut ausgegrenzt werden.
Zum Thema vom grünen Tisch aus entscheiden: Sollen jetzt alle Politiker bei Frauentausch mitmachen? Geht wohl schlecht, allein schon mangels Zeit. Also auf Unterstützung von außen verlassen, auf Zahlen die einem präsentiert und als glaubhaft verkauft werden, und so wird entsprechend entschieden. Natürlich ist nicht jeder Politiker Fachmann in jedem Gebiet. Wird auch gar nicht erwartet.
Zum Essen: Wenn ich mir die Ernährung mancher Erwachsener anschaue, unabhängig vom Geld, mach ich mir auch Sorgen um die Ernährung der Kinder. Das hat aber in erster Linie nichts mit Geld, sondern überhaupt erst mal mit Wissen über gesunde Ernährung zu tun.


Übrigens, wenn ich mir unsere Bundeskanzlerin so anschaue, bezweifle ich, dass sie nur in den teuersten Modeläden einkauft ;-)
Sononja (21.10.2009, 16:03 Uhr)
Kein Bezug mehr zur Bevölkerung
Tja, leider sind unsere Politiker Götter. Von denen hat noch nie jemand wirklich gearbeitet. Sie haben Geld ohne Ende. Teilweise wissen sie nicht mal, wohin damit. Sollte es nicht reichen, erhöhen sie sich halt die Diäten, macht ja nichts, der Steuerzahler macht das schon.
Für die Kinder hat man ein Kindermädchen. Naja, was Kleidung anbetrifft, da geht man in die teuersten Modeläden.
Unsere Politiker wissen gar nicht, was sich bei Menschen, die unterhalb der Armutgrenze leben, abspielt. Sie glauben, dass ein Kind so gar nichts kostet. Oder ist es so, dass die Kinder der Unterschicht nichts wert sind.?Wahrscheinlich. Sonst würde man sie ja nicht so leben lassen.

Wie kann ich denn einfach vom grünen Tisch aus entscheiden, wieviel Geld ein Kind braucht? Mich nur auf Statistiken stützen, von Leuten, die sich nicht eingehend damit beschäftigt haben, wieviel Kinder zum Leben brauchen.Wie kann ich überhaupt sagen, dass ein Kind pro Tag weniger braucht, als ein Erwachsener. Kinder wachsen und sie wachsen sehr schnell. Kaum hat man sich versehen, da sind sie auch schon aus den Kleidern rausgewachsen. Essen müssen die Kinder auch vernünftig. Sie bekommen sonst Mangelerscheinungen.
Wenn sie an Freizeitveranstaltungen oder Schulausflügen nicht mitmachen können, mangels des Geldes, sind sie aus der Gesellschaft ausgeschlossen.
Leider planen manche Schulen ihre Klassenausflüge so, dass Hartz IV Kinder nicht mitmachen können.

Oh wei, wenn ich da die fadenscheinigen Sprüche von unserer von der Leyen höre, da könnte ich ausrasten. Kinder sind unsere Zukunft. Ja, schön, und warum behandelt man sie dann so ungerecht?

Dann sollen die Deutschen aber Kinder bekommen. Wie bitte, wenn ich einen befristeten Arbeitsvertrag habe und ich Angst haben muss, dass er nicht mehr verlängert wird und ich ein Jahr später in Hartz IV lande. Dann soll ich ein Kind bekommen, damit es ihm auch so schlecht geht und es keine Chance hat, wieder aus dem Schlamassel zu kommen, aber hallo.

Schade, aber unsere Politiker werden nie in die Situation kommen, Hartz IV zu bekommen. Allen , die diese Gesetzte gemacht haben und denen, die sie jetzt verteidigen, wünsche ich mal ein paar Jahre von Hartz IV zu leben. So würden sie mal mitbekommen, was sie da schreckliches gebastelt haben.

Nur, würde das was helfen? Bekommen denn unsere tollen Poltiker allen voran Merkel und Westerwlle überhaupt noch etwas mit da oben? Die sind umhüllt von rosa Wolken und wollen mit den "Menschen" nichts zu tun haben. Kaputt arbeiten und Klappe halten. Dann bist du ein sehr guter Mensch.
Leider geht es uns Deutschen noch viel zu gut.
Wir sollten auch mal aufstehen. Auch mal auf die Straße gehen und "wir sind das Volk" rufen. Wie 1989 in der ehemaligen DDR.

Die Politiker von heute sind nur noch an sich, den Unternehmen, den Lobbyisten und dem Kapital interessiert.

Und der deutsche Michel wählt bei der Bundestagswahl die Koalition, die für soziale Kälte steht. Das gibt es doch alles nicht mehr.
Herr lass Hirn regnen, triff aber auch richtig dabei.
Kritiker-Kritiker (21.10.2009, 15:21 Uhr)
@ Sozimod (21.10.2009, 14:17 Uhr)
"Milliarden werden in die Banken gepumpt, für Quelle war nichts mehr drin."

Ich erinnere mich noch vage an die Diskussion zur Opel-Rettung. Da war es anscheinend eine Unverschämtheit, Geld in ein Unternehmen zu pumpen.
Opel wäre zumindest von General Motors losgelöst überlebensfähig. Die Bundesregierung hat hauptsächlich Garantien und Bürgschaften eingesetzt. Das bedeutet noch nicht, dass diese auch tatsächlich in Anspruch genommen werden müssen. Ähnlich wie bei den Banken auch.
Sozimod (21.10.2009, 14:17 Uhr)
einige leben in einer fiktion.....
Niedriglohnsektor gleich zusätzliches Hartz IV. Leiharbeiter, Kurzarbeiter, gleich zusätzliches Hartz IV. Familie mit 2 Kindern brutto 2300 Euro, 60 km zur Arbeit, gleich zusätzliches Hartz IV, Kleinunternehmer, Juristen ohne große Kanzlei, zusätzliches Hartz IV.
Ca. 3 Mio Menschen nutzen die Möglichkeit nicht, ihren Anspruch durchzusetzen. Weil Angst vor Hartz IV. Menschen die über 20 Jahre in dieses System eingezahlt haben, werden nach einem Jahr arm. Dieses falsche Menschenverachtene System muss abgeschafft werden, Mindestlohn, sowie Tarifgerechte Entlohnung muss wieder in den Vordergrund rücken. Medizin darf nicht vom Geldbeutel abhängen, die oben geschilderten können sich eine Heilbehandlung gar nicht mehr leisten.
@kralli19:
Ich bin betroffener, Klage bis zum BSGH. Urteile sind schon Rechtskräftig.
Grund Pauschale von 2003( niedrige Energiekosten). Also auch Heizkosten. Es gigt in den Flächenländern Menschen, die mit Strom heizen müssen. Übrigens der Strompreis in Deutschland ist im Durchschnitt 50% teuerer als in den Nachbar Ländern. Warum wohl?
Menschen die 13 Std./Tag für 1100 brutto arbeiten müssen, sind die mit einer Armen Rente. Viele Menschen haben keine reale Zukunftschance unter diesem System. Leider fallen Sie auf diese Täuscher immer wieder rein. Milliarden werden in die Banken gepumpt, für Quelle war nichts mehr drin. Wie damals bei Grundig. Milliardäre und Millionäre müssen höher besteuert werden, dies wäre die einzige Möglichkeit eine soziale ausgewogene Politik durchzusetzen.
Es muss endlich jeder sich solidarisch zu seinen Mitmenschen zeigen. Nur dann würde sich etwas ändern. Dies sehe ich nicht.
knilch_59 (21.10.2009, 13:34 Uhr)
@Trallallaa
Die Zahl derer, die nicht arbeiten, ist das best gehütete Geheimnis dieser Republik! Wir haben 7,3 Mio Hartz-IV-Empfänger, davon sind 1,7 Mio Kinder. Geht man davon aus, dass jedes Kind ein Elternteil hat, sind also 3,4 Mio der 7,3 Mio Kinder oder Eltern und von daher nicht "nicht arbeitend". Geht man davon aus, dass unter den 5,6 Mio Erwachsenen Hartz-IV-Beziehern noch jede Menge arbeiten, aber aufstocken müssen oder wegen Krankheit usw. objektiv nicht arbeiten können, dann kann man Ihre Vermutung, wonach der GRÖSSTE TEIL nicht arbeitet, getrost in Zweifel ziehen.
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Und wieder sind wir beim Grundproblem: Hartz-IV unterscheidet ausdrücklich nicht nach den Gründen, aus denen jemand der Armenfürsorge anheimfällt. Und so können sich Leute wie Sie und ich vortrefflich und ohne jede Substanz darüber streiten, ob die Drückeberger oder die Bemitleidenswerten denn die größere Gruppe darstellen. Es gibt sehr viele, die behaupten, genau das sei politisch gewollt und eine Ausprägung brutalen Machtpolitischen Handelns: Teile und Herrsche. Die Solidarität wird aufgeteilt und gibt den Regierigen die Macht zum Durchregieren. Und das blöde Volk findet es gut.
Trallallaa (21.10.2009, 13:20 Uhr)
Lustig ist jedoch nicht
das am meisten die Kinder leiden. Die können jedoch nix für ihre Eltern. Also bitte mal bedenken.

@knilch_59: der GRÖSSTE Teil arbeitet nicht. Es ist sicher ermüdend und unfair wenn alles in einen Topf geschmissen wird, allerdings sollte man nicht den geringeren Teil künstlich hervorheben.

knilch_59 (21.10.2009, 12:52 Uhr)
@also_ne... (21.10.2009, 12:39 Uhr) - Lustig, lustig
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Lustig ist auch, dass jede/r der einen Sponsor gefunden hat, der ihm/ihr monatlich Gehalt überweist, glaubt, dass er/sie sein Gehalt durch ?Arbeit? ?verdient?. *GRÖHL*
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Das sind dann die gleichen, die glauben, dass Hartz-IV-Empfänger nicht arbeiten! *WEITERGRÖHL*
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Mein Gott, sind Sie ein Spaßvogel!
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Hätten Sie mal in der Schule in Sozialkunde aufgepasst (aber das ging ja nicht, weil Sie als Schüler nicht bezahlt wurden), dann wüssten Sie es besser. Oder haben Sie damals schon an Ihrer hiesigen Gag-Show geschrieben?
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Aber nein, jetzt hab ichs: Sie sind bestimmt einer der Spaßvögel, die meinen, dass Kinder nur bekommen soll, wer sie sich leisten kann *MEGAGRÖHL*
Lou123 (21.10.2009, 11:20 Uhr)
Lustig ist auch,
dass 4% der Regelleistung für Verkehr vorgesehen sind. Bei Preisen wie bei uns in der Stadt, würde man damit ziemlich genau dreimal zur Arge, oder sonstwohin, und wieder zurück kommen.
Knapp 30 ? sind für Strom und Heizung vorgesehen. Da muss man sich schon die sarrazinschen Pullover anziehen und auch mal die gefangenen Ratten, anstatt bei der Stadt abzuliefern, über dem Wohnzimmerlagerfeuer rösten.
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