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19. März 2010, 06:41 Uhr

EADS wittert neue Chance auf Jahrhundert-Deal

EADS will seinen Ausstieg aus dem Bieterrennen für den milliardenschweren Tankflugzeug-Auftrag für das US-Militär noch einmal überdenken. Das Pentagon signalisierte bereits, die Frist für eine Gegenofferte zum Boeing-Angebot zu verlängern.

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Ein KC-45A betankt einen B-2-Bomber. Steigt EADS doch wieder ins Bieterrennen ein?© Hersteller/AP

Im Streit um die Vergabe eines Milliardenauftrags für US-Tankflugzeuge will das US-Verteidigungsministerium offenbar die Frist für die Einreichung der Angebote verlängern. Das Pentagon sei vom Airbus-Mutterkonzern EADS darüber informiert worden, dass EADS nicht ausschließe, wieder in das Bieterverfahren einzusteigen, teilte Ministeriumssprecher Geoff Morrell am Donnerstag in einer E-Mail mit. "Wenn nötig, können wir eine Verlängerung der Frist für die Angebote in Erwägung ziehen", hieß es darin. Ein solcher Schritt sei ohnehin "nicht unüblich".

Derzeit läuft die Abgabefrist bis zum 10. Mai. Nach Ansicht von EADS-Chef Louis Gallois ist die Zeitspanne zu kurz, um im Alleingang ein Gebot einzureichen oder noch einen Partner dafür zu finden.

Pentagon bestreitet unfaire Wettbewerbsbedingungen

Das von deutschen und französischen Anteilseignern dominierte Unternehmen EADS und sein US-Partner Northrop Grumman hatten Anfang des Monats ihren Rückzug aus dem Bieterwettbewerb über 179 Tankflugzeuge für das US-Militär im Wert von 35 Milliarden Dollar verkündet. Beide Konzerne begründeten dies mit unfairen Wettbewerbsbedingungen und beklagten, dass die Ausschreibung voll auf den Konkurrenten Boeing zugeschrieben worden sei. Das Pentagon hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Eigentlich hatten Northrop Grumman und EADS den Auftrag 2008 bereits in der Tasche, Boeing ging aber erfolgreich dagegen vor: Der Rechnungshof des Kongresses erklärte das Vergabeverfahren für fehlerhaft und empfahl dem Pentagon die Neuausschreibung.

AFP/DPA
 
 
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